Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Vierter Band (1769)
- Issue
- Zweytes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 28 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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-X LL OXO Haupt auch gebräuchlich seyn sollten. Sie müssen sich nur eben so wie sonst, festtäglich ankleiden. Die Hausfrauen müssen die Schabbes-Lampen unter dem darzi^ gehörigen Segensspruch, anzün- , den. Es müssen auch die zwey weißen Vrodte zü den Mauzi-Gegen parat seyn. Frühmorgens, am stiebenden Passahtage, gehen siegegen acht Uhr wieder in die Synagoge, und verrichten das Schachrißgebet, wie an allen Feyertagen, mit den beyzufügenden ^sozeeost. Bey diesen aber bleibet dießmal das so genannte Ophan, (Siehe 2. B. S. 2Z9.) weg. Sie geben davon dieß zur Ursache an; weil es 2 B. Mos. 14, 25. von den Egyptiern heiße: „Gott stieß die Räder von ihren Wagen." Hier stehet nun in dem Hebräischen eben das Wort Gphan. Das erklären sie aber hier, so wie Ezech. r, 16. von den Engeln, und machen därzu folgende Paraphrase: Der Schöpfer sprach zu den Engeln, Ophanim) weil seiner Hände Werke so viele ( nämlich Pharao mit seinem ganzen Heere) auf einmal zu Grunde gegangen , so sollten sie dießmal keine Gchi-- rah sagen, d. i. sie sollten ihren gewöhnlichen i^obgesang unterlassen..— Man sehe hiervon nach das Much Minhagim S. 30. Col. 2. Aus dem Grunde nun lassen sie auch, ihr Ophan setzt weg. ' Die zugesetzten poetischen Gebete handeln an diesem Tage theils von den Wundern, welche am rothen