Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Vierter Band (1769)
- Issue
- Erstes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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LS OX* LS gebet mit lauter Stimme; wobey denn wiederum eine ziemliche Anzahl von poetischen Zusätzen mit eingeschaltet werden. Der Haupt-JnnhalL derselben bestehet darinnen, daß sie Gott umThau und Regen anrufen. Wobey sie denn zugleich erzehlen, wie Gott die.Welt vom Anfänge her, durch den Thau,wunderbarlich erhalten hätte. Sie gehen hier von dem ersten Stammvater Adam an, alle Geschlechter durch; Und beschließen zuletzt mit der Erinnerung, daß auch die Todten dermaleinst,durch den Thaudes Lebens auferwecket werden, und aus ihren Gräbern frisch und munter aufstehen würden. „Denn du bist der Jehovah unser Gott, (spricht der Vorsänger mit lauter Stimme,) der den Wind wehen, und den Thau herabsteigen lässet zum Segen und nicht zum Fluch; zum Ueberfluß, und nicht zum Mangel; zum Leben, und nicht zum Tode." — Es werden aber diese Thaugebete darum hauptsächlich, an diesem Tage öffentlich, und so feyerlich gebetet; weil eben von diesem Tage an, die Worte: „Du machst daß der Wind wehet, und der Regen Herab fället:" welche in der zwoten Abtheilung des Schmoneh Esrehgebetes, den ganzen Winter hindurch waren eingeschaltet gewesen, nunmehr wieder gänzlich weggelassen werden. Man sehe hiervon im ersten Bande S. 174.—Wenn der Vorsänger in der sechszehnten Abtheilung desSchmoneh- Esrehgebetes, zu dem Worte Rohnnim kömmt, so saget er dasselbe mit mehr'erhobener Mimme, und ruft also dadurch die Aohnnim, (das sind A4 die-