Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Zweyter Band (1768)
- Issue
- Achtzehntes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 282 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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82. folgendes: „Ob gleich dieser Tag kein Esk? *1128 Taiiriß Zibbor, d. i. kein allgemeiner Fasttag ist, so pflegt doch sederman an selbigen zu . fasten. Wir wollen hiervon ein Mosthel, L. i. ein Gieichniß, geben. Ein König, welcher aus einer seiner Landschaften Eontribution heben will, zieht deswegen mit einen großen Heer dahin. Da er noch zehn Meilen davon entfernt ist, so kommen ihm schon die Vornehmsten aus der Provinz entgegen, bitten um Gnade, und wenden ihr Unvermögen vor; Und so erläßt ihnen der König das dritte Theil. Dieser so gütige König, kommt hierauf noch einige Meilen der Landschaft näher; und da nun auch die Bürger der Stadt ihm wieder entgegen eilen mit Flehen, und Bitten um Gnade, so erläßt'er ihnen noch ein Drittheil. Endlich da die übrigen hören, daß ihr König so gar gnädig sey, so laufen sie ihm alle, Alt, und Jung, indem er ihre Grenzen betritt, entgegen, werfen sich ihm zu Füßen, und lassen nicht nach mit Bitten, bis er ihnen alles mit einandererläßt. Der Heilige Hochgelobte aber ist eben ein solcher gütiger König, der die ganze Welt beherrschet. Dieser fordert anitzt von allen Sünden, die man das ganze Jahr begangen hak, Rechnung. Er will, die Schuld soll höchstens am Bersöhnungs- Tage bezahlt seyn. Darum fasten den Tag vor dem neuen Jahre die Köstlichsten, das ist, die Frömmsten. Und darauf läßt er ihnen das dritte Theil seiner Forderung nach. Die Tage zwischen den Neujahr, und Vcrsöhntage fasten die Mittelmäßigen. Und - ihnen