Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Zweyter Band (1768)
- Issue
- Achtzehntes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 275 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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-75 LS GXD LS glauben sollten, Moses sey gänzlich von ihnen hinweg genommen worden; so hätte man täglich durch das Lager mit dem ->2lV Gephar d. i. mit der Posaune oder dem Horn geblasen; Welches zugleich eine Aufmunterung des Volkes zur Büße gewesen. Die Portugießischen Juden haben die Gewohnheit, daß sie diesen ganzen Wonach hindurch täglich, noch vor Anbruch des Tages aufstehen, und die NIN^V Slichoß, d/i. Außgebeter hersagen. Die deutschen Juden hingegen nehmen nur vier Tage vor dem neuen Jahre darzu, welche Tage alsdenn zugleich auch Fasttage sind. Denn man hält davor, daß jeder Jude in dieser Zeit zehn Fasttage zu halten schuldig sey. Und also fasten sie vier Tage vor, und fünf Tage nach dem neuen Jahre, und den Versöhnungs- Tag. Doch werden heutiges Tages diese Tage nicht von allen Juden mit Fasten zugebrachk. Die Frommen aber thun es mit desto größerer Strenge, so daß manche dreymahl 24. Stunden an einander fasten, ohne auch nur das mindeste dazwischen zu genießen. Wer sich aber zu schwach darzu befindet, schränket es auf zweymahl 24. Stunden ein. Denenjeuigen nun, die solche strenge Fasten halten, ist es erlaubt, das Fastengebet Anentt, (s.s i. B. S. 161.) in dem Vespergebet einzuschalten; die aber nur einzelne Tage fasten, dürfen es nicht sprechen, lleberhaupt aber sollen alle Juden diese Zeit über täglich ihr Leben bey sich S 2 durch