Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Zweyter Band (1768)
- Issue
- Achtes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 127 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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LA *x* LA »r/ schuf, (Iliw d. i. ein solcher Ort, in welchen weniger als zehen Familien wohnen,) befanden sich einsmahls vier Haußbäter, wovon dreye jederzeit am Sabbath die dritte Mahlzeit mit einander in Gesellschaft vollbrachten, der vierte aber, der sich aus Geiz von ihnen absonderte, die Gewohnheit hatte, daß er allezeit bey Ausgang des-Sabbaths einen von den übrigen dreyen fragte, wie hoch ihm diese dritte Sabbathmahlzeit zu stehen gekommen/ und sodann die angegebenen Unkosten in ein Buch schrieb; womit et etliche Jahr ununterbrochen fortfuhr. Da sie nun einmahl mit einander auf einen Jahrmarkt, in eine benachbarte Stadt reiseten, trug sichs zu,daß die drey Sabbathsschmausser sich über schlechte Zeiten, und Verfall der Nahrung beklagten. Der vierte zog sogleich einen großen Beutel mit Geld hervor, und sprach, sehet, meine Freunde, dieses Geld habe ich in den etlichen Jahren, an der dritten Sabbathmahlzeit, welche ich nicht mit euch gehalten habe, ersparet. Jeder von euch, könnte eben soviel haben, wenn ihr mir gefolget und besser gewirthschaftec hättet. Er bewieß ihnen dieses aus dem Buche, worinnen er ihren, dieserwegen gemachten Aufwand, sich aufgezeichnet hatte; worüber die andern dreye sehr erschracken. Sie setzten aber dennoch ihre Reise weiter fort,erreichten auch dieStadt glücklich, und jeder von ihnen gieng in sein Quartier. Sie waren nicht lange da, so erfuhr man daß der Geizige von Räubern überfallen worden, die ihm nicht allein alles Geld abgenömmen, sondern auch noch