Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Zweyter Band (1768)
- Issue
- Sechstes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 88 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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beytreten. Denn ob es gleich gar wohl seyn kan», das? unter ihnen sehr viel blinde Religionseiferer seyn mögen, von denen dieses Gebet würklich ans falschen Herzen hergesagt wird; so kann man doch die ganze Nation, ohne Unterschied, einer solchen Falschheit, die ja den klaren Worten des Propheten zuwider, und von ihm selbst, als unverzeihlich verwarfen wäre, ohnmöglich beschuldigen, wofern man nicht die größte Unbilligkeit begehen will., Wir wollen nur eins zu ihrer Entschuldigung sagen, das aber, wie wir glauben, ein großes Gewicht, bey allen billig Urtheilenden haben wird. Es ist dieses eine gewisse Gewohnheit, die man bey einem nähern Umgang mit unfern heutigen Juden, gar bald als ziemlich allgemein bemerken wird, nach welcher sie, sowohl in Briefen, als auch in ihren Gesprächen, wenn sie selbige auch gleich nur blos unter einander selbst führen, allezeit, so oft sie den Namen des Kaisers, Königs, Chur-oder andern Fürsten nennen oder schreiben, sich dabey allemal des Zusatzes bedienen N"p d. i. wie sie es aussprechen 'Fseroa. Dieses Wort aber ist eine Verkürtzung folgender drey Worte: v'N Jorom Rom-Hodo, d. i. Seine Majestät werde erhöhet. Dieser Zusatz ist ihnen io geläufig , daß man behaupten kann, er werde von den meheesten niemahls, bey Nennung ihres Fürsten, weggc lassen. lind hierbei) wird nun wohl niemand Willens seyn, sie der Falschheit zu beschuldigen.