Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Zweyter Band (1768)
- Issue
- Zweytes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 27 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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27 Laß es dir so gefallen, als ob wir alle dasjenige, was uns zu thun oblieget, vollkommen ausgeübet hätten, es sey in diesen Gilgul, d. i. Uni-- lauf oder in einen andern Orlgul, *) damit wir unter denenjenigen erfunden werden, die hinaufsteigen, und würdig sind, des künftigen Lebens; und dereinst bei) den Gerechten, und Frommen scyn mögen. Das Verlangen uniers Herzens erfülle gnädigst; sey du in unfern Herzen, in umern Gedanken, und Munde. Zu unsrer Hände Arbeit gieb Heil und Segen. Erhebe uns aus dem Staube unsrer Niedrigkeit, nnd bringe deine Herrlichkeit wieder zurück zu deiner heiligen Stadt, bald in unfern Tagen, Amen/—Wer sich noch, bey Gott ein besonderes Verdienst erwerben will, der muß vor der Mahlzeit noch ein Stück aus dem Sohar hecsagen; gesetzt auch, daß er nicht das geringste davon Verstorbenen, in andere Leiber, die erst gebohrcn werden, nicht alle Juden neue Seelen bekommen.) eine Seele gleichsam davon (von dem Stuhle) ausgehauen würde. Die Redensart heisset bey ihnen MvUM Zanneschamoß Nechzowoß. 2) Durch die Worte NlLWZ ^13^3 Gilgul Neschommes, wird bey ihnen die Wanderung der Seelen ausgedrückt. Es will also der Jude hier soviel sagen: Daß seine Seele sowohl itzo, als auch wenn sie in einen andern Leib wandern mußte, möchte dieser .hier erbetenen Gnade thrilhaft werden»