Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Neunzehntes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 290 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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sys LS GXO LS Ae'Zt hiep noch zugleich das sabbathliche Absottßerungsgebet Mit sprechen. — Sobald hieß geschehen, so trunk er seinen Becher aus; Und ihm folgten alsdenn die andern nach. — War nur ein Becher vorhanden, so trank der Haußvater zuerst, und gab alsdenn denselben herum; und. theilete ihn also mit den klebrigen..—. Eine Gewohnheit, der auch Christus unser Heiland, bey der Einsetzung des Abendmahls gefolget. War der erste Becher ausgetrunken, so wusch der Haußvater feine Hände, und sprach dazu, den sönst gewöhnlichen Segensspruch. — Diese Gee bete insgcsammk, die man in den alten Zeiten bey bieser Passah-Mahlzeit zu brauchen 'gewohnt gewesen, sollten wir zwar nun hier billig umständlicher anführen; weil sie aber auch von denen noch itzt lebenden Juden auf gleiche Weise beybehalten werden, so verspüren wir deren Ueberseßung bis zur Beschreibung des Osterfestes der heutigen Juden. Nunmehr kam ein zierlich gedeckter Tisch, so wie es eines jeden Vermögen gestattete, zum Vorschein^ auf welchem alle die vorhergenannten Speissen, aufgesetzt waren; Nemlich bittre, und andereKrauter, ungesäuerte Kuchen, eine Schaale mit Esiig, noch eine andere mit dem.obgedachten Aepfel- und Mandelmuße, und endlich das Osterlamm selbst. Wenn die Gesellschaft sehr stark