Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Achtzehntes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 280 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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L86 HU HU ken, gebraten. Man mußte sich dabey sehr in Acht nehmen, daß das Lamm nicht etwa im Hinunter» laßen, an einer Seite oder Ecke des Ofens anfließ. Denn es würde dadurch die Seite des Lammes, welche den Ofen berühret hätte, von dev Hitze des Ofens, und nicht vom Feuer scyn gebraten worden. Gleichwohl aber, sagen sie, heiße es 2, Mose 12, v 8.9ausdrücklich zu widerholtenmahlen: wk d, i. MN Feuer gebraren, solle es seyn, und so mäste es auch völlig vom Feuer gebraten werden.Geschahe es aber ja, daß dasLamm irgend wo im Ofen angelegen hatte, so muste dasselbe Stücke abgescheelet, und durfte von niemand gegessen werden. Wie solches aus dem Tr. pesachim, S. 75. Col. 2. jn einer Mischna zu exr sehen ist. Das Lamm selbst mußte solange in dem Ofen gelassen werden, bis es völlig ausgebraten war. — Der es aß, ohne daß es völlig ausgebrateN, der wurde gegeißelt, Denn, sie sagen, Gott ha- ' be es ausdrücklich gebraten, und nicht gekocht wissen wollen, lind zwar habe djeß seinen Grund in den Umstanden des Amzuges ans Egypten. Denn da es bey selbigem sehr geschwinde zugehen müssen, so hätte man mit dem Braten geschwinder, als mit dem Kochen fertig werden können. —, Andere sagen, daß das Osterlamm gebraten habe müssen gegessen werden, darinnen liege ein Bild ihrer Freyheit verborgen. Denn als solche, die eben damals aus der Knechtschaft frey worden wären, sollten sie auch nicht,