Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Sechzehntes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 247 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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LS EXO LS 247 Das Osterfest war eines der vornehmsten, und wichtigsten Feste, auch im alten Testamente. Gott hatte selbiges Key dem Auszug der Kinder Israel aus Egypten selbst eingesetzet, und die Begehung desselben durch besondere Vorschriften ungeordnet; wie man ließt, 2. B. Mos. 12. Zufolge dieses Befehls musten alle Mannspersonen an diesem Feste vor Gott bey der Stiftshütte oder Ley dem Tempel erscheinen. Man vergleiche zu dieser Absicht die Stellen: 2. B. Mos. 12, v. 14.bis 17. Cap. 34. v. 22. 23.;.B.Mos. 16. v. r6. Cap. zi, v. n. 2. Chron. 8, v> 13. —> Es waren zwar von diesem Gebot die Lahmen, Blinden, Stummen, Kranken, die Alten und die Kinder welche noch gar zu zarte, und jung waren, und insbesondere auch das weibliche Geschlecht gänzlich ausgenommen; Allein diese Ausnahme, war doch kein ausdrückliches Verboth oder Ausschließung, sondern es konnten fromme Weiber, eben auch mit zu diesem Feyerlichkeiten kommen : wie man denn davon auchBeysprele in der Schrift findet. Es gehöret dahin nicht nur, was von der Mutter unsers Heilandes Luc. 2, v. 41. gesaget wird, sondern auch nach r. B. Sam. 1. v. 3. und Cap. 2. v. 19. das Beyspiel der Hanna, der Mutter des Propheten Samuel. Denn diese gieng auch mit zur Stifshütte nach Silo, ihre Opfer daselbst dem Herrn zu bringen, und man vermuthek nicht ohne Grund, daß-dieses besonders am Osterfest geschehen sey. — Fromme Mütter pflegten auch bey solcher Gelegenheit ihre oft noch sehr O 4 zar-