Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Vierzehntes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 223 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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bräuchen, und eben dem Vor- und Nachsegen. Vlos die deutschen Juden lassen den Segensspruch Schehechijoira ganz weg. Nach Endigung dieser Vorlesung wird endlich das Hrühgebet gänzlich beschlossen; und zwar wie gewöhnlich. Mur lassen sie das Techinnagebet, (s.,r B. S. 214.) und den Ps. 20. welcher sonst täglich muß gesprochen werden, (s. r B. S. 220.) gänzlich aus. — Das Uebrige dieses Tages nach den Gebet, bringen sie mit lauter Wohlleben zu. Die eigentlich sogenannten N1VV Geudas Purim, oder die eigentliche purimsirmhlzelr, wird erstlich gegen Abend, und bey manchen gar erstlich nach den lNinchagebee angefangen. — Es währet aber diese Freß- und Saufmahlzeit bis in die späte Nacht, und bey vielen gar die ganze Nacht hindurch. Man lasset sich dabey den. Wein sehr gut schnrecken; Masquirt sich auch wohl wieder, und läuft in allerley närrischer Tracht und Kleidung in den Hausern herum. Unter die zu dieser Zeit üblichen Spielwerke gehöret auch dieß, daß Man die ganze Geschichte des Hamans, in eine würkliche Comödie eingekleidet, vorzustellen pfleget, die auch unter den Juden selbst gedruckt zu haben ist. Allein sie stellen sie sehr ungeschickt vor, und sagen sich darinnen selbst alles nur mögliche Unanständige vor, was nur je von den Juden kann gesaget