Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Vierzehntes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 221 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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ZeS OXG 2-r selben sämmtlich in einem Augenblicke gestorben wären. Nach Endigung dieser Vorlesung, betet der Vorsänger wieder also: „Gelobet seyst duJehovah, der du unsre Rechtssache ausgemachet, und unsere Streitsache geendiget hast. Du hast uns gerochen, und allen unfern Feinden wieder der» gölten. Da allein, verschaffest uns Rache gegen unsere Feinde. Gelobet seyst du Iehovah, du starker Gott, daß du dein Volk Israel rächest, an allen die ihn Leides thun; denn du bist der starke Gott, der da hilft." — Hierauf folgen noch zwey poetische Gebete, darinnen die ganze Geschichte kurz wiederholet wird, und dabey es zuletzt noch heisset: „Verflucht sey Haman! Gesegnet sey Mardochai der Jude! Verflucht sey Seres, das Weib dessen, der mich beängstigte! (das ist aber Hamans Weib,) Gesegnet sey Esther, um meinetwillen! Auch des Chnrbonah müssezum Guten gedacht werden!" — Dieser Chnrbonnh, der königliche Kämmerer, dessen hier zuletzt gedachtwurde, soll verursacht Haben, daß Haman an den Galgen gehenket worden. Man sehe hiervon nach, Esther 7, 9. Es haben aber die Juden dabey noch eine besondere Tradition, nach welcher vorgegeben wird, der Prophet Elias habe sich unter der Gestalt dieses Charbonah, des Ministers, in das königliche Zimmer hineingeschlichen, und dem Könige diesen Rath zum Untergang des