Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Eilftes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 168 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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,68 LL OXO LL genden Tages hören werden, abgefungen. Jeder Jude soll dabey von Herzen frölich seyn. —Es ist auch die Synagoge mit vielen Richtern, und Sinnbildern ausgezieret_Die Kleinen Knaben tragen Fahnen in den Händen, auf welchen die Worte stehen: Die Fahne des Lagers Juda, Simeon, rc. Wenn die Geseßrollen wieder in den heiligen Schrank gebracht sind, und das Abendgebet geendiget ist, so haben sie die Gewohnheit, denen Kindern einiges Zuckerwerk, auch Mandeln, Rosinen, Aepfel und Nüsse zuzuwerfen; welches denn mit vielen Jubelgeschrey von den Knaben begierig aufgelesen wird,ob es gleich dabey zu manchenZeite» tüchtige Schlage setzet, und andere l lngelegenheiten mit unterlaufen. Wenn es nach Hause gehen soll, so ziehen die Knaben mit ihren Fahnen, und Lichtern, gleichsam in Proceßion aus der Synagoge mit lauten Freudengeschrey heraus; und wenn man auf solche Art zu Hause angelanget, so setzen 4 sie sich insgesammt zur Mahlzeit, und schmaußen herrlich. Sintemahl. zu dieser sowohl, als auch zu der Mahlzeit des folgenden Tages, das herrlichste und beste, was man nur bekommen kann, muß angeschaffet werden. Morgens frühe, als'am Gimchaß Thörahfeste selbst, gehet die Gemeine abermahls mit freudigem Herzen in die Synagoge, betet daselbst zuerst ihr Morgengebet, mit Einschluß der dießmahli-