Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Neuntes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 138 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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r;8 OXS nim, dem Volke auch würklich erkheilet. Man vergleiche 2. B. S, zz?. Man nimmt hierauf, sobald das Schmone^. Efcehgebet zu Ende ist, wiederum eine Gesetzro!le aus dern heiligen Schranke. Mit dieser geht man auf das Cakheder, stellet solche aufrechts auf das Pult, und so wird sie einige Zeit lang aufrecht gehalten. Alsdemr gehet der Borsanger, mit dem Lulüf und Eßrog in der Hand, und nach ihm alle die, welche selbst einen Lniaf, und Eßrog eigenthümlich haben, um das Cakheder herum, und deren die sogenannten Hoschnmoß. Es sind dieses nichts anders, als Gebete, die auf jeden Tag dieses Festes absonderlich eingerichtet sind, und haben selbige ihren Namen daher, weil das gewöhnliche Wort ^oscharna, d. i. „hilfdoch" sehr öfters darinnen vorkommt. Als zum E.rempel: „Hsschmna! hilfdoch, umdeinet Willen, p unser Gott! hilfdoch um deinet Willen, 0 unser Schöpfer! hilf doch um deinet Willen, 0 unser Erlöser! Hilf doch um deinet Willen, der du nach uns fragest! hilfdoch, um deiner Wahrheit, um deines Bundes, um deiner Größej^ und Herrlichkeit Willen!^ —* ' Dieser Umgang um das Cakheder geschiehst an den sechs ersten Tagen dieses Festes nur cimnahl. So oft aber dabey das Wort Hoschaina genennet wird, so muß ein jeder den Palmzweig, welchen er in der Hand halt schütteln.