Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Achtes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 127 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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LS OXO LS 147 gehen; indem sich jeder dabey vorstellen soll, daß er wie ein solcher Knecht anzusehen sey, dessen Dienste sein Herr verachte, und von ihm nicht Mehr haben wolle. Unter der Mahlzeit soll von nichts anders, als von dem Worte Gottes, und von solchen Dingett geredet werden, die zu diesem Feste gehören. Denn von weltlichen Dingen in der Lanberhütre zu reden ist durchaus verbothen. — Nach verrichteter Mahlzeit, und nach den Danksagungsgebete, bleiben die Frommen in der Hütte sitzen, verrichten in derselben noch viele Gebete, lesen in guten Büchern, absonderlich in solchen, die von den Gebräuchen dieses Festes handelnund wo es Nur einigermaßen das Wetter leidet, so schlafen sie auch darinnen. Andere aber gehen nach der Mahlzeit heraus. Und in diesem Falle soll ein jeder vorher also beten: „Laß es dir gefalle«, Jehovah mein Gott, und Gott meinet Väter, daß so wie ichdießmahi vieles Gebot gehalten, und in dieser Hütte gesessen habe, ich künftiges Jahr möge gewürdiget werden, in der Hütte vom Leviathan zu sitzen." — Wir werden bey anderer Gelegenheit hören, daß die Juden glauben, es werde ihnen, nemlich denen Gerechten, künftig einmahl, von der Haut des grossen Fisches Leviathan, eine Hütte gebauet werden, in welcher sie sowohl das Fleisch dieses Leviathans, als auch das Fleisch des großen Ochsen, (Bilder ihrer Feinde, die sie aber eigentlich und