Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Fünftes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 70 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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69 , ' LS »XG LS Welt Macht, über alle Völker gegeben, allein das Volk Israel habe ich nicht in meiner Gewalt. Darauf habe Gott geantwortet: du sollt an dem Versöhnfeste, wenn du an ihnen Sünde findest, über sie Gewalt haben.—Daher werden an diesen Tage dem Satan Opfer gebracht, damit er die Israeliten nicht weiter anklage. Man pfleget daher zu sagen: 1MW 1)7, Term Schochcd Lesirmmcel, d. i. gebet dem Sammael eine Bestechung. Sie nehmen aber diese Lehre, wiewohl unrichtig, aus z. B. M. i6. v. 8. her. Daselbst wird der Befehl von Gott gegeben, zween Böcke zu nehmen, und davon einen dem Herren zu opfern, den andern aber zum Asasel zu schicken. Es glauhet aber der gemeine Mann unter den Juden, daß das Wort A siche! hier den Teufel bedeute. Denn noch heutiges Tages wenn sie zu jemand im Zorne sprechen wollen: Geh zum Teufel, so sagen sie. Gehe!e Afose!. Antonius kNcrgarithc schreibet: An etlichen Orten, wo man keine Hahne finden könnte, nähme man davor einen Fisch. Die Armen aber, oder sonst geringe Leute, die das Geld lieber zu etwas andern änlegten, stelleten sich in HreHaußthüre, oder warteten auf der Gassen, bis etwa ein eiyfältiger Christ käme, zu dem sprächen sie, wisst du meine N-,22 Lavonch, (Verzeihung) seyn; so will ich dip einen Pfennig, oder zween schenken; welches so viel gesagct ist, als, spräche der Jude: ich soll sterben, ich habe gesündiget, fahre du für