Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Viertes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 60 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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6o AU MW AU- Hoheit, und vortrefliche Gestalt des Hohenpriesters u. s. f. da denn diejenigen die dieses alles mit angesehen haben, glücklich geprießen, und dagegen das gegenwärtige Elend höchlich bejammert wird. Sie bekennen, daß sie mit ihren Sünden die Zerstöhriing aller dieser Herrlichkeiten verursacht hätten, und selbst daran Schuld wären, daß sie weder Tempel, noch Opfer mehr hätten. Sie trösten sich aber auch wieder damit, daß so wohl die Erzehlung allet dieser Dinge, als auch ins besondere ihr Versöhnungstag selbst, der ein Tag sey, (wie sie in eben diesem Gebete sagen,) an welchem man weder essen noch trinken, weder sich waschen, noch baden, noch Schuhe «»ziehen dürfe, an welchem sie zugleich alle Feindschaft aus ihrem Herzen ablegen, und dasselbe mit Liebe anfüllen müßten/ ihnen gewiß wieder Versöhnung verschaffen werde. — Sie erzehlen ferner, was ihnen nach der Zerstöhrung des Tempels por Elend wiederfahren sey. Worunter denn auch die Hinrichtung der schon erwähnten zehn Getödteten des Reichs, wiederholet wird. -- Endlich bitten sie Gott, daß er sich seines Bundes mit ihrenVätern, ingleichen seiner Verheißungen, da er den Bußfertigen Vergebung der Sünden versprochen, erinnern wolle. Sie legen nochmahls ihr Sündenbekenntniß mit weitlauftigen Worten ab, und Ldschließen endlich dieses Mussnphgebet damit, daß die Kohanim wieder dem versammleten Volke mit ausgebreiten HändeN den priesterlichen Segen ertheilen. — Am Ende werden noch diese Worte