Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Zweytes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 30 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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,0 LA OXG LA Der Verfasser dieses Buches beklaget sich ferner, über die Gewohnheit, welche viele . Juden hätten, sich nur überhaupt daran zu begnügen, daß sie, ehe das 'Abendgebet angienge, in der Synagoge laut ausruften: „Höret mir zu, ^iI-> Rabbttußc, ich bitte um Verzeihung, wenn ich jemanden etwas zuwider gethan habe, es fey mit Worten, oder Werken/' — Denn er spricht, es sey dieses nichts als eine Eitelkeit und Thorheit. Man sagte dieses wohl überhaupt, denjenigen aber, den man eigentlich beleidiget hätte, den bäte man nicht um Verzeihung. Daher bliebe auch dieser unser Feind, und also könnte das Gebet eines solchen nie von, Gott erhöret, und angenommen werden. So sagen auch, die Kabbalisten, daß wer' so unbarmherzig wäre, seinem Nächsten schlechterdings nicht zu verzeihen; der habe gewiß keine Israelitische N>jci)Sinine d. i. keine Israelitische Seele, sondern stamme von einer bösen Wurzel ab, nemlich von dein Eref Raf, d. i. von zusammen gelaufenen bösen Gesindel, aus dem Heydenlhume, welches sich beym Ausgange aus Egypten, mit unter Israel gemsngekchatte. Man lese: 2. B. Mos. 12. v. 38 . *) Der *) Diesem EuefRsf, und den Nachkömmllm- , gen von selbigen, suchen die Rabbinen alles Murren und alles undankbare Bezeigen gegen Gott, allen Abfall und Laster, womit sich