Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Erster Band (1768)
- Issue
- Sieben und zwanzigtes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 418 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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4!» ' Magd - - um Gnade und Barmherzigkeit, daß du wollest mein Verlangen erfüllen, (Hier bittet sie, daß ihr Gott Söhne bescheren wolle, welche in der Thorah erfahren seyn und dadurch berühmt? werden möchten; denn 'diese Hofnung Machet frommen Weibern das nur genannte Lehillnth Gchlomo, wenn es saget: „Durch das Acht des Sabbaths, welcher selbst ein Licht ist, werden sie gewürdiget werden,, große Gelehrte zur Welk zu bringen?') aber den Willen meinerFeinde wollest du vernichten. Laß dieses Licht in deinen Augen gleich seyn demLichte, welches ehemals der Hohepriester im Tempel angezündet hak. Laß unser Licht nicht verlöschen; sondern erleuchte uns, und laß unsre Seele noch einst im Paradiese, mit andern Gerechten leuchten. Dieses werde wahr. In Gottes Namen. Amen. Ist dieß Gebet vorbey, so zündet sie nun die Lichter an, und halt alsdenn beyde Hände, aus einander gebreitet vor die Lichter, und spricht: „Gelobet seyst du Jchovah unser Gott, König der Welk, der du uns mit deinen Geboten geheiliget hast, und hast uns befohlen das Schabbes-Licht anzuzünden." Daß sie aber die Hände vorhält, geschiehst deswegen, weil eigentlich vor dem Anzünden noch erst die Broche sollte gesprochen werden, wie solches auch bey dem Lichteranzänden an Feyertagen gehalten wird, denn da wird die Beo- , che vorher verrichtet; Bey dem Eintritt des Sabbaths, aber müssen , weil nach der Broche kein Licht mehr angekühret werden darf, die Lichter vorher