Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Erster Band (1768)
- Issue
- Achtzehntes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 282 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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28L Als eine besondere Höflichkeit hak der Hausherr in acht zu nehmen, daß wenn er Gäste hat> er dem Vornehmsten das Wasser zuletzt reichen lasse, bermUthlich damit dieser von dem Tischgebet nicht gar zu lange abgehalten werde. Iedoch> wenn man aus Versehen ihm das Wasser zu: erst gereichet hätte, so darf sich derselbe doch nicht weigern, es anzunehmen. Wenn sie sich zu Tische gesetzet, so nimmt der WZ ^"ü,Baal Bois, d. i. der Hausherr, und in dessen Abwesenheit, der Vornehmste, das Brod in die Hand, und schneidet an der Seite, wo das Brod am besten ausgebacken ist, hinein. Er schneidet es aber nicht ganz durch, leget es hernach nieder und macht O'Mv), Mauze, d. i. -er spricht den Segen/ welcher also lautet : „Gelobet seyst du, ^sehovah, König der Welt, der du das Brod aus der Erden hervor gebracht hast?' Die Anwesenden hören andächtig zu, und sprechen am Schlüsse das Amen. *) Wenn weniger als drey erwachsene Mannspersonen zu Tische sitzen,, so betet jeder für sich; Sind Fremde mit Labest, so schickt der, welcher den Segen spricht, noch vorher dieß Compliment voraus: Birfchuß Maurer Verabbaußei, d. i. „Mit Erlaußniß, meine Herren und Lehrer." Wo aber viele über einem Tische sitzen, z. E. in einem fremden Gasthause, und jedweder von dem Seinigen speiset, so , können 5) Am Eabbach schneidet er das Brod erst nach dem Segen. '