Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Erster Band (1768)
- Issue
- Achtzehntes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 277 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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LS *XO -77 chen, d. i. ein Armer. Noch seltsamer ist der Ansatz und gleichsam die Verstärkung dieses Beweises/ da sie sagen, daß wenn man hingegen von jedem dieser drey Worte die beyden letzten Buchstaben zu Zahlen machet, so haben sie 5 80 an der Zahl; welche Zahl in dem Wprte ^VV Dscher, d. i. ein Reicher, stecke. Also sagen sie : wer die Hände reichlich wascht, der wird reich, wer aber dieses unterlässt, wird arm. Wir wollen diese von ihnen behauptete Nothwendigkeit des Händewaschens hier mit ein paar Geschichten erläukexn. Manlieset in dem Talmud, Tr. Eeubin, Fol. 21. folgendes: «Als Rabbi Akiva unter den Christen gefangen lag, brachte ihm Rabbi'Jofun, der Gersiter, älle Tage so viel Wasser, daß er genug hatte, davon die Hände zu waschen, und auch zu trinken. Eines Tages hatte ihm der Wärter das Wasser halb ausgeschüttet; da nun der Rabbi Akiva gesehen, daß nicht genug Wassers da war, ußd er gleichwohl die Hände zu waschen verlangte, sprach Rabbi Josua zu ihm: Lieber Rabbi, du hast ja hernach nichts zu trinken? Er aber gab zur Antwort: Wer mit ungewaschenen Händen isst, der ist des Todes schuldig. > Es ist besser, ich sterbe für Durst, als daß ich die Satzungen meiner Väter übertrete.,, Im Tract. Chollin, Cap. 8. liefet man von einem Juden, der , weil er seine Hände nicht gewaschen, gleichsam zur Strafe, wider seinen Wil- S z len