Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Erster Band (1768)
- Issue
- Achtzehntes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 275 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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-75 GXO Andacht durch diesen Psalm anruftwolle speisen und ihm Segen zuschicken, in allen Werken seiner Hände. Noch weiter empfiehlt dieser Scribent denen Frommen, noch vor ihrer Mahlzeit an jedem Tage, einen besondern Satz aus demSohnv *) zu sagen, besonders an den drey Mahlzeiten des Sabbathsdavon wir zu seiner Zeit reden werden, lind wer auch, fähret er fort, die Sprache des Sohars nicht verstünde, soll sie doch sagen, denn die Sprache des Sohars hat viele große und hohe Eigenschaften an sich , welche seiner Seelen sehr vortheilhaft sind. > ' Hier- ') Der Gohar (init) ist eines der merkwürdigsten Bücher der Juden. Cr soll von Rabbi Simeon, dein Sohn Jochai, der nur etwa 120. oder i Jahr nach Christi Geburt gciebet, oder wenigstens von dessen Schülern Herkommen. Die Fabel erzeblt, daß er ihn in einer Höhle, wo er sich uin der Verfolgung des römischen Kaisers Hadriani willen, zwölf Jahr lang mit seinem Sohne verstecken müssen, verfertiget; und daß die Menge der hierzu gehörigen Schriften so groß gewesen, daß sie kaum von einein Cameele weggetragen werde» können. Allein, es ist gewiß , daß dieß Buch kaum erst in dein raten, oder izten Jahrhundert zum Vorschein gekommen. Es enthält eigentlich eine Auslegung der süns Bücher Mösts, in welche aber die ganze jüdische Theologie eingewebt. Unsre Gelehrten haben zum Lbeil viel Gutes, und dein Christenthume günstiges darinnen angetrvffen Aber, sie haben es ziemlich theuer, d. i. mit vielen Kopfzerbrechen bezahlen müssen; da dasselbe in einer sehr dun- S r keln