Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Erster Band (1768)
- Issue
- Funfzehntes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 228 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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228 OXO hernach die Meinungen einiger christlichen Schriftsteller darüber, und endlich auch die Verteidigung der Juden dagegen, anführen. Vorher bemerken wir noch, daß den Juden ernstlich anbefohlen sey, dieses Gebet mit aller Andacht, mit "Furcht und Zittern , und mit grosser Freudigkeit des Herzens stehend zu sprechen; denn sie glauben, das ganze Heer des Himmels höre dabey zu, und der Heilige,Hochgelobte mit der ki'vpv -eHvL PXmialia Gchcl Maila, d. i. mit der obersten Familie oder Rath antworte darauf und spreche: «Wohl dem «Volke, das also ist! Wohl dem Volke, des Gott «der Iehovah ist." Die Gebetsformel ist folgende: , lins gebühret zu loben den Herrn, der «über alles ist; dem die Herrlichkeit zu geben, der «alles vom Anfänge der Welk geschaffen hat, daß «er uns nicht gemacht hat, wie andere Völker der «Erden , und daß er uns nicht gesetzekhat, wie «die Geschlechter des Erdreichs, und daß er unser „Theil nicht gesetzt hat wie das ihrige, noch unser «Loos, wie das Loos aller ihrer Menge, die sich „bücken Und neigen zur Eitelkeit und Nichtigkeit, «und beten einen Gott an, der nicht helfen kann.*) „Wir *) Cs sind zwar i» den meisten und sonderlich neuen Ausgaben der jüdischen Gebetbücher die obenstehende Worte: die sich bucken und neigen zur Eitelkeit und Nichtigkeit, und beten einem Gott an, der nicht helfen kann, oder wie es in einigen heißt: Und beten den an, der nicht helfen kann, ganz weggelassen. Doch findet man geimi-