Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Erster Band (1768)
- Issue
- Achtes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 120 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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I 20 LK OXO schweben, und unaufhörlich der Gegenstand seiner Betrachtung und Aufmerksamkeit seyn. Allein, die Erfinder der Satzungen zogen aus jener Schriftstelle die Folge, ein jeder Jude habe ausser dem Tallis auch noch Denkzettel für eine Hand, und für den B.opf nöthig. Wir wollen dieselben beschreiben. Die Denkzettel für den Lopf, heissen bey den JudenTphillim Schel rosch, wir wollen zuerst von der Verfertigung dieses Stücks reden. In ein klein viereckige Stück Holz« schneidet man drey gleiche Höhlungen oder Kerben, etwan so tief, als das unterste Glied des kleinen Fingers; diese drey Einschnitte ehesten das Holz auf der einen Seite in vier Zacken. Nun ziehet man über diese Form ein Stückchen fein Pergament, von reinem Vieh; dieses Pergament muß vorher gehörig in Wasser geweis chek und geschmeidig gemacht worden seyn, damit es sich gut ziehen, und in die gemachten Fugen durchgängig genall eindrücken läßt. In die beiden äussersteir pergamentwande legt der Jude ganz kleine Stückchen Holz, welche auf der linken Seite ejn dreyzackigt geschnittenes Gchin, (w) auf der rechten Seite aber ein vierzackigtes Gchin, in dem Pergament ausdrü-