Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Erster Band (1768)
- Issue
- Zweytes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 26 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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s6 „sen. Dieses Weib starb endlich als eine from- „me Jüdin in hohem Alter." Man vergleiche den Brandfpiegel, Kap. 42. Weil nun der Jude die Denkfäden beständig unverletzt an sich tragen soll, gehöret es bey ihm auch mit zur rabbinischen Religion, allezeit eine Nähnadel und Hanfgarn bey sich zu führen, damit er die Faden im Nothfall sogleich wieder annähen könne. Im talmud. Tr. Schab« hach Kap. 16, Seite n8, Col. 2. heißt es: „Rabbi Joseph wurde befragt, an welches Ge- „bot sein Vater sich vorzüglich und am allermeisten „gewöhnet habe? Er antwortete: An das Ge- „bot von den Aizis. Denn, als er einsmals „im Herabsteigen von einer Treppe, auf die Aizis „getreten war, und einen Faden abgerissen „hatte, gieng er nicht einen Schritt, bis die Zi- „zis wieder zurecht gemacht worden." Wir bemerken nur, daß einige Juden, sonderlich in Pohlen, auch noch Aizis an einem Aleide haben, welches sie vor dem Waschen anlegen, und sodann über das Arbe Kanphos den Segen sprechen, wobey sie aber denken sollen, daß sie hernach wollen Jsauze seyn, d. i. von ihrer Schuldigkeit los. Auch sollten sich die Juden eigentlich mit dem Arbe Lanphos verhüllen, und