Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Erster Band (1768)
- Issue
- Zweytes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 21 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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sr LU E LU einem Tallis godel, oder Deckmantel fehlet, so legt er davor das Arbe Kanphos über die Oberkleider an. Wir kommen zu den Denkfäden. In denen vier Ecken des Arbe Lanphos find vier kleine Lappen von Seide, und reichen Stoffen, in deren Mitte eine kleine runde Öefnung genähet ist, worinnen die Faden befestiget werden; vornenmnd hinten sind jedesmal zween solche Faden. Wenn nun der Jude den Segen darüber sprechen will, svsoller dieZizis ausdrücklich anfehen, weil 4 B.Mose i;, z9.geschrieben stehe: „Ihr sollt sie ansehen, und sollet euch erinnern al- „ler Gebote Gottes. Er untersucht also genau, ob alle Fäden ganz sind; Denn, wofern auch nur ein einiger Faden abgerissen wäre, so sind sie sämmtlich pojsu!, d. i. untüchtig- und der Segen, welchen er Nachgehends sprechen soll, wäre lebattola, d. i. vergeblich, und das sey eine große Sünde. Der rabbanitische Beweis für diese Besichtigung der Denkfaden ist ungemein sinnreich. Man macht aus jedem Buchstaben des Namens Zists NL'L den Anfang eines besonder« Wortes, und so entstehet dieser Satz: d. i. der Gerechte untersucht iminer feine Zizis. Nun nimmt der Jude die vier ZLzis in die rechte Hand, B z lind