Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 18 (1891)
- Issue
- 1 (1891)
- Date
- 1891-01-01
- Page
- Seite 239 (sequence 242)
- Language
- German
- Belongs to
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239 auch bey Ew. Churf. Dhl., durch anstifftung der Juden, wider mein buch ungleicher bericht vorgegangen und ich ctwan sehr denigriret seyn muss, da doch mein gedachtes buch vom Kay. Bücher Commissario zu Frankfurt, ehe es gedrucket worden, gelesen und approbiret, auch nachgehends a. 1701 von zwen Patribus societatis Jesu examiniret, und laut der vidimirten beylag, welche genau zu durchlesen Ew. Churf. Dhl. ich inständigst bitte, in allem gut geheissen worden, dasselbe auch mit Ew. Churf. Dhl. gnädigstem Vorwissen, consens und erlaubnuss unter die press gokommen, darauff dieselbe mich auch wegen desselben mit der professoratstelle begnadiget, umb deren geringe, nur in 160 fl., 12 malter körn, 1 fuder wein und einem freyen wohnhauss bestehenden besolduug, ich, weil nun wegen des mir entgangenen ßegistraturdienstes, ohne besoldung hier alss in einem theueren Ohrt leben muss, den 12. Mertz jüngsthin durch ein flehentliches überschicktes memorial unterthänigst angesuchet, aber noch keine gnädigste resolution erhalten. Meine Unschuld auch vor Gott׳ und der ganzen ehrbaren weit ich erweisen kann, wie ich denn wünsche, dass mein buch auf verschiedenen Universitäten noch weiter examiniret und deren gutachten darüber eingezogen werde. — So habe Ew. Churf. Dhl. nochmahlen umb Gottes Barmherzigkeit willen, mit Vergiessung vieler thränen, wegen der grossen widerwertigkeit, die mir unschuldig widerfährt, dardurch ich in äusserstcs Verderben und Verlust mehr dann 20,000 fl., die ich sonsten mit meinem buch gewinnen könnte, gesetzet und nun tag um! nacht■ mit hertzbrechender und mich zu todt quälender iraurigkeit angegriffen werde, hiermit füssfäHig bitten wollen, mich wider der Juden falsche anklag gnädigst zu schützen, und weil das buch mit Ew. Churf. Dhl. miltester Verwilligung ich habe druck!)en lassen, mich auch gnädigst darbey zu manuteniren; bey Ihrer Kay. Maj. auch die sach dahin zu bringen, dass ich mein der Christenheit sehr nützlich werck ausdrucken und verkaufen lassen dörffe: mir auch mein hierbey kommendes