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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1891-01-01 · 1 (1891) · p. Seite 236

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
18 (1891)
Issue
1 (1891)
Date
1891-01-01
Page
Seite 236 (sequence 239)
Language
German
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236 dem Kais. Hof eine ganz favorable Resolution vor mich erhalten, daher ich es nicht begreifen kann, was die ursach sein mag, dass nun ein solches widriges Urteil gegen mich ergangen, da ich hingegen der Hoffnung ge־־ lebt, dass allen Christen, hohes und niedrigen Stands, meine mit unsächlicher mühe und Verlust meiner Gesundheit in 18 Jahren gethane saure arbeit, als ein zur Ehre Christi und der christl. Religion, auch zur Stärkung der Christen in ihrem Glauben, wider den abscheulichen Abfall zum Judenthum (der leider im Jahre 1700 nach der Frankfurter Juden eigner bekanntnuss, mit 30 Christen vorgegangen) zielendes Werck, ganz angenehm sein, und ehe die berg einfallen solten, alss selbiges unterdrücket werden mögte, dieweil den jüdischen greüel zu wissen allen Christen, um sich davor zu hüten, sehr nötig ist, deswegen auch Papst Benedictus XIII. im 15. saeculo seinem leib Medico Hieronymo de sancta fide, der ein bekerter Jude war, anbefohlen, der Juden lesterungen, Schmähungen und irrthumb zusammen in ein buch zu schreiben, welches selbiger auch gethan, so aber ohne rühm zu melden, gegen meinem werckh sehr gering ist, wie aus der gegen einander haltung beyder bücher klährlich gesehen werden kann, neben diesem ja bekannt, dass vor diesem viel bücher in hoch teutsch gegen der Juden Bosheit und Lästerung geschrieben worden, wie dann u. A. Johannes schmid a 1682 eines hat ausgehn lassen, welches ihrer Kais. May. Er alleriinterthänigst dediciret hat, auch Sigismund Hosmann1) jetziger Superintendens zu Zell a. 1699 in quarto eines ausgegeben, in welchen beiden das meiste steht, was in meinem buch gefunden wird, nur das es nicht aus der Juden eigenen büchern mit anziehung ihrer Worten erwiesen worden, wie ich gethan habe, deren keines man bishero anzufechten, weniger zu unterdruckhen gesuchet, wiewohl die Juden auf das schärfste darinnen angegriffen worden, zudem die Juden 1) Nicht Hoffmann, wie Wolf S. 468 schreibt.

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