Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 17 (1890)
- Issue
- 1 (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 305 (sequence 312)
- Language
- German
- Belongs to
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305 werden, und im Vertrauen auf seine Zusage, keinerlei Gewerbe treiben zu wollen, verlieh ihm der Vorstand ausschliesslich für seine Person die Stättigkeit1). Ein dritter Sohn, Menachem Mendel, in seinem Namen an den Vater R. Mose R. Mendel's erinnernd, besetzte sich in Wien, der früheren Heimath seines Vaters, wo er, ob seiner Gottesfurcht geehrt, Montag am 8. Adar I. 1742 seine Erdentage beschloss2). Eine Tochter Bacharachs, Namens Slowe, ward die Gattin Hirsch Sor’s, eines Sohnes des Trebitscher Rabbinatsbeisitzers R. Meir Sor, der Sonntag am 2. Schewat 1709 im Alter von 84 Jahren verstarb3). Auf dieses Ehepaar geht in Trebitsch noch ein alter Vorhang vor der Gesetzeslade zurück, der zur Erinnerung an ihre mit Wolf b. Simeon Oppenheim verlobte, 1718 als Braut verstorbene Tochter Hendel gespendet ward4 *). Wie nach R. Jehuda Loeb Krochmals Weggange das Rabbinat von Trebitsch seinem Schwager R. Isak Meir Theomim, dem eben von Wien Vertriebenen, verliehen wurde, so sollte es auch nach diesem durch einen anderen Schwager Krochmals und wiederum einen Wiener Exulanten besetzt werden; David b. Isserls ward von Göding, wo er bald nach der Vertreibung von 1670 als Rabbiner sich niedergelassen hatte, wohl um 1676 nach Trebitsch berufen6). In den letzten Jahren seiner über mehr als vier Jahrzehnte sich ausdehnenden Amtswirksamkeit fungirte neben ihm als Beglaubigter und Vorbeter der Gemeinde ein Mann, der ihn aus dem Ghetto von Wien her gekannt hatte, David b. Rafael, der noch Sonntag am Neumondstage des Adar 1716 *) Anbang IV. a) Inschriften No. 380. a) Anhang Y. 4) Ib. YI. B) Kaufmann a. a. 0. 86 und 177 n. 3.