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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1890-01-01 · 1 (1890) · p. Seite 89

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
17 (1890)
Issue
1 (1890)
Date
1890-01-01
Page
Seite 89 (sequence 92)
Language
German
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89 Rabbiner von Ungarisch-Brod, Israel Frankel, bekannt war1), darf als einer der verdientesten Männer in der Gemeinde Worms bezeichnet werden. Er muss noch bei Lebzeiten seines Vaters sich in Worms niedergelassen und die furchtbare Zeit von 1689, die Zerstörung der Stadt durch die Franzosen und die Drangsale des Exils, mit seinen neuen Heimatsbrüdern durchlebt haben. Sein Schwiegervater, der berühmte Prediger R. Ahron Teomim2), seit 1670 Rabbiner von Worms, dürfte es gewesen sein, der seine Uebersiedelung dahin bewirkte. Die Familien Teomim und Frankel, vielfach bereits verschwägert und verwandtschaftlich verbunden, wurden durch die Ehe xAhron FränkePs mit der kenntnisreichen und frommen Zippora Hendele Teomim noch enger verknüpft. Der Rabbiner von Worms war im Ghetto von Wien aufgewachsen3) und von Kindesbeinen an ein Zeuge des Ansehens und Einflusses, den Koppel Fränkel, der Grossvater seines Schwiegersohnes, als der reichste Mann der Gemeinde besass. Ahron Fränkel dürfte noch unter den Augen seines Schwiegervaters in seiner neuen Heimat Worms zu Ehren und Würden emporgestiegen sein, so dass er daselbst auch dann verblieb, als R. Ahron Teomim dem Rufe nach Krakau folgte, den der unglückliche Mann mit dem Leben bezahlen sollte. Derselben gelehrten Erziehung wie seine Brüder theilhaftig, lenkte er durch die Vereinigung von Wissen und Reichthum die Aufmerksamkeit so früh auf sich, dass er sowohl vor der Zerstörung wie seit der Wiederherstellung der Gemeinde bis an sein Ende durch volle 44 Jahre dem Vorstand angehörte. Das schönste 1j Kaufmann, die letzte Vertreibung 195 n. 5. 2) Kaufmann, Samson Wertheimer 60 n. 1. 8) Die Approbation zu Bochner’s אור חדש unterzeichnet K. Ahron: בלא״א הרב החסיד מוהר״ר משה תאומים. . מווין und ebenso die zu Samuel Heida’s 1688 .זקוקין דנורא bezeugt er in der Approbation zu עבודת בורא, den Verfasser Simon Akiba Beer von Kindheit an, also aus Wien gekannt zu haben, s. Kaufmann, die letzte Vertreibung 203 n. 2.

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