Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 16 (1889)
- Issue
- 1 (1889)
- Date
- 1889-01-01
- Page
- Seite 274 (sequence 278)
- Language
- German
- Belongs to
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272 erachtet worden ist, bietet in der That, ebenso wie die anderen Varianten (s. bei Oppenheim a. a. 0.)י mehr oder minder nur eine Verschlimmbesserung des Textes. Wer ist aber מנקיי? Er wird in einer Erzählung, in der Simon b. Jochai der Held ist, angeführt und diese wird an fünf verschiedenen Stellen *) referirt, allerdings immer mit verschiedenen Abweichungen des Textes auch für unseren מנקיי. Und selbst da, wo er richtig wiedergegeben wird, erkennt man ihn nicht und macht etwas ganz Anderes aus ihm. Jene Erzählung betrifft die Reinerklärung von Tiberias, welche durch Simon b. Jochai erfolgt sein soll, worüber sich ein S a f r a entrüstet fühlte und ebenso äusserte, Dieser wird genannt: Nur Safra, ohne Hinzufügung eines Namens im Talmud Jeruschalmi Schebiit c. IX. ההוא סבא, ebenfalls ohne weitere Bezeichnung im Talmud Babli Sabbat 84. נקאי ספרא dagegen in Bereschit Rabba s. 79a. Kohelet Rabba 10,8. מינקי ספרא, die einzig richtige Lesart, in der Pesikta dr’Kahana, Abschnitt Be schallach, Bl. 98 ed. Buber. Er ist Safra, also Massoretiker von Amt und Beruf, lebt in der unmittelbarsten Nähe von Tiberias, wo die massoretischen Studien ihren Sitz hatten; er ist Zeitgenosse des R. Simon b. Jochai, demnach ist recht gut sein Nachfolger R. Hamnuna, der zur Zeit des Rab. Jehuda ha-Nassi blühte. Welcher Name aber ist unter מנקיי zu verstehen? Entweder Menaceus, wie ihn eine römische In- *) Kaminka in seiner Schrift: ״Studien zur Geschichte Galiläa’s“ behandelt u. A. auch die Kehabilitirung Tiberias’, für die er die er- ■wähnten Stellen heranzieht und exeerpirt; aber die Pesikta ist ihm entgangen. Bei ihm (S. 261 ist unser Gelehrter noch der schriftkundige Dinkai!