Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 16 (1889)
- Issue
- 1 (1889)
- Date
- 1889-01-01
- Page
- Seite 273 (sequence 277)
- Language
- German
- Belongs to
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Ein Räthsel in der Litteratur weniger, Ueber die genaue Zählung der Gesammtverse in der heiligen Schrift existirt eine Tradition in aramäischer, der speciell für die Massora eigenen Sprache, die an mehrere Namen ankniipft, welche als Träger dieser Massora genannt werden. Es ist ein Epitaph, das zuletzt nach verschiedenen Handschriften in den ״Dikdnke ha- T’amim“, edirt von Baer u. Strack (Leipzig 1879) S. 56 mitgetheilt worden ist. Unter diesen Namen, die bereits D. Oppenheim im Magazin 1875 S. 32 näher festzustellen versucht hat, erscheint auch ein מנקיי als Vorgänger des Hamnuna und Adda, denen dieser die massoretische Gesammtzahl tradirt haben soll. Wer dieser Massoret מנקיי sein soll, hat bis jetzt viele Lösungsversuche hervorgerufen, schon in früher Zeit, wie man an den mannigfachsten Varianten erkennen kann, mit denen dieser Name in den verschiedenen Handschriften vorkommt. Alle die aufgestellten Erklärungen werden aber von den erwähnten Editoren der ״Dikduke“ abgewiesen, weil ihnen die Variante in der Handschrift Kirch heims, nämlich ״ מנקריvon den Punctatoren“ natürlich am meisten zusagt. Hier haben wir aber wieder eine Bestätigung der ersten Regel für die Kritik, dass gerade die schwierigste Lesart gewöhnlich die richtige ist, die nur der angemessenen Erklärung bedarf. Die Variante, welcher der Vorzug eingeräumt oder die gar als die allein richtige Lesart VI. 1889. 20