Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 16 (1889)
- Issue
- 1 (1889)
- Date
- 1889-01-01
- Page
- Seite 188 (sequence 192)
- Language
- German
- Belongs to
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188 heimber1), in sämmtlichen hebräischen: Wertheim2) genannt3). Kaufmann selbst spricht von einem in Wien lebenden Herrn L. E. Wertheimber4) und von der ״Administration der Wert heimberschen Familienstiftungen5). Simson Wertheimber wurde in Worms am 17. Januar 1658 geboren. So liest man nicht auf der ersten Seite des Kaufmannschen Buches, sondern mit ähnlichen Worten auf S. 74. Der Verfasser zerlegt nämlich seine Darstellung in zwei Hälften. Von S. 1—73 erzählt er uns Simsons Thätigkeit seit seinem Eintritt in Wien, wobei auch über Samuel Oppenheimer und Meir b. Isaak neue Materialien herangezogen werden, von S. 73—113 berichtet er über Simsons Geburt, seine Eltern, seine Frau, seine sechs Kinder, seine Schwiegersöhne und Schwiegertöchter — woran sich wieder interessante Mitteilungen über die mit Simson verschwägerten Familien anschliessen — und schliesslich über Simsons Testament und Tod. Am 2. Dezember 1684 kam Simson Wertheimber nach Wien6), am 6. August 1724 starb er daselbst. *) Nur in einer flüchtigen Speyrer Copie aus dem Jahre 1702 finde ich: Simbson Werth eiliier: siehe weiter unten S. 190. 2) Nur zweimal wird er auch in einer deutschen Urkunde: Simson Wertheim genannt: 1709, Aug. 13. u. 1711, Mai 18, wenn d’ Elvert richtig ausgezogen hat. Siehe weiter S. 204 f. 8) Auch seine Söhne führen denselben Namen Wertheimber oder Wertheim: siehe z. B. S. 35, 83, 100, 109. 4) S. 42, Anm. In Frankfurt a. M. giobt es ein Bankhaus: L. & E. Werth ei mb er. 8) S. 42, Anm. und S. 110, Anm. 6) So bezeugt die Grabschrift. Es ist daher unnötig im Text (S. 1) einer Literaturangabe Erwähnung zu thun, die des Quellencitats entbehrt und durch die Grabschrift sich irrig erweist — ganz davon ab־ gesehen, dass schon die Annahme, Simson sei 1677, also zu 19 Jahren, Faktor und Hofjude geworden, der Wahrscheinlichkeit widerspricht. Einen Wiederabdruck der Grabschrift vermisst man ungern, ebenso wie die Wiedergabe des in Wien aufbewahrten Portraits. Beide wären für eine zweite Auflage, die das Buch im vollen Sinne verdient, wünschenswert.