Mannheim
Compact Memory

Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1889-01-01 · 1 (1889) · p. Seite 124

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
16 (1889)
Issue
1 (1889)
Date
1889-01-01
Page
Seite 124 (sequence 128)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2572068-2572100-2572101--3409-2575351
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

124 4. Nr. 757432, f. 196a-199b der Tabulae Bd. V (1871): Epistola Matthie Cesaris ad archiepiscopum Moguntinum et huius responsoria ratione iudeorum Francofurtensium a. 1615. Auch hier ist die Inhaltsangabe unrichtig. Die Handschrift giebt a) einen Vorschlag an den Kaiser, der Frankfurter Judenschaft dem dortigen Eate wieder abzukaufen. Der Brief ist als Copie ohne Unterschrift, rührt aber keineswegs vom Mainzer Erzbischof her, sondern wahrscheinlich von irgend einem Kommissär, b) Brief des Kaisers Mathias d. d. 1615, Juni 12. Prag, an den Erzbischof und Kurfürsten von Mainz. Diesem Briefe des Kaisers liegt das vorher genannte, an ihn gerichtete Schreiben abschriftlich bei. Mathias sendet es an den Mainzer Kurfürst: Derselbe möchte seine Ansicht über den Kauf der Judenschaft mitteilen, auch angeben, wie die Frankfurter Judenschaft, wenn es zur Ablösung komme, geschützt werden könne. Einen Versuch des Kaisers, in der zweiten Hälfte des 17. Jahrh. die Frankfurter Juden wieder zurückzukaufen, kennen wir bereits: s. meine Zeitschriftenliteratur zur Gesch. d. Juden in Deutsch!, No. 525 (ZGJD. II, 39 No. 473). Die beiden Briefe von 1615, abschriftlich in meinem Besitze, werde ich an anderer Stelle abdrucken lassen. 5. No. 82498, f. 47a—52b der Tabulae (fehlt bei Steinschneider): Ferdinands II. Privilegia und Begnadigungen der Judenschaft im Königreich Böhmen d. d. 1623, Febr. 12. Kegensburg. 6. No. 8479 der Tabulae (fehlt bei Steinschneider): tres quaestiones de receptione Judaeorum in Wienna. 1670 waren die Juden von dort vertrieben worden. In der Handschrift werden zweifellos auch die Ursachen der Vertreibung untersucht. Der Codex scheint D. Kaufmann, die letzte Vertreibung der Juden aus Wien, unbekannt geblieben zu sein. Der oft gedruckte Ausweisungsbefehl dieses Jahres findet sich auch in Nr. 8453*. f. 1—2.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.