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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1887-01-01 · 1 (1887) · p. Seite 127

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
14 (1887)
Issue
1 (1887)
Date
1887-01-01
Page
Seite 127 (sequence 159)
Language
German
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Die Kreti und Pleti. 127 4. Durch die anfängliche Abweisung Jttai's von Seiten David's, trotzdem daß ihm jede Hilfe in seiner so sehr bedrängtm und traurigen Lage willkommen sein mußte, — mit den Worten: Warum willst auch du mit uns gehen, kehre um und bleibe beim Könige, denn du bist ein Ausländer, כי נכרי אתה (2 Sam. 15,19) ist ferner der sichere Beweis an die Hand gegeben, daß die Kreti und Pleti keine Ausländer, keine נכרים im Solde Davids waren. Denn sonst hätte man dieselbe Anrede von Seiten Davids wie an Jttai, ebenso auch an sie gewärtigt, um auch von ihnen die Zusicherung der Treue und Anhänglichkeit zu erhalten. Aber für David lag hierzu keine Veranlassung vor, denn die Kreti und Pleti waren keine Ausländer, keine נכרים. Aus allen diesen mehr oder minder wesentlichen und durchschlagenden Gründen geht jedenfalls zur Genüge hervor, daß die Kreti und Pleti keine Ausländer, sondern Söhne des eigenen Volkes waren. Aber aus welchem Grunde hat David seinem Institute die beiden ausländischen Benennungen beigelegt, da namentlich nicht verkannt werden kann, daß Kreti mit כרתי identisch ist? Will man hier, da die ethnographische Bedeutung der beiden Benennungen, schon wegen der ersten Benennung Kreti, nicht zu verkennen ist, endlich zur Entscheidung und Gewißheit kominen, so muß man den Blick vom Auslande abwenden und im Jnlande Territorien aufzufinden und nachzuweisen suchen mit den Namen Kreti und Pleti. Denn sicher ist, daß bei Davids tiefwurzelnder, religiöser wie nationaler Gesinnung nicht im Entfernsten daran zu denken ist, daß er die Schaar seiner Trabanten und sonstigen Diener im Auslande hat anwerben lassen, und am allerwenigsten aus dem Lande der Philister und der Kretim. Ebenso ist nicht im Entferntesten daran zu denken, daß David in Rücksicht auf die angeworbene Anzahl von Männern, selbst wenn eine Anwerbung vorausgesetzt wird, dem Institute die beiden Namen Kreti und Pleti beigelegt habe. Von dieser Präsumption ist selbstverständlich abzugehen, denn nicht wegen Personen, die in diesem oder jenem außerjudäischem

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