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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1886-01-01 · 1 (1886) · p. Seite 125

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
13 (1886)
Issue
1 (1886)
Date
1886-01-01
Page
Seite 125 (sequence 127)
Language
German
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Geschichte der Juden in England. 12S die Strafe auch sonst immer so hoch bemessen war? Wir glauben es nicht. Aber im Allgemeinen galten auch für die Juden die Bestimmungen des allgemeinen Rechts. Wir ersehen aus den urkundlichen Aufzeichnungen, daß sie wegen falscher Aussage vor Gericht^), wegen Erhebilng einer falschen Anklage^) und wegen anderer kleinerer Vergehen wie die christlichen Bürger Englands bestraft wurden. Benedict aus Gloucester wurde mit zwei Mark bestraft, weil er einen Vertrag nicht eingehalten, den er vor dem königlichen Richter geschloffen hatte^). Wir sehen aber auch, daß sie zum Beweis durch den Zweikampf zugelaffen wurden, ein Umstand, der für die Gleichberechtigung mit ihren christlichen Mitbürgern genügendes Zeugniß ablegt^). Und doch müssen uns manche Einzelfälle auf die Vermuthung bringen, daß die Juden in mancher Beziehung eine Sonderstellung einnahmen. So mußten z. B. Comitissa, eine Jüdin aus Cambridge, deren Kinder und die Juden von Lincoln sieben Mark Geld in die Schatzkammer zahlen, weil sich ein Sohn der ersteren mit einer Jüdin aus Lincoln ohne Erlaubniß des Königs verheirathet hatte^. Ein anderer mußte 5 M. 54) JBenedictus Judeus de Roffa reddit Compotura de n marcis de Miseria pro Falso dicto. In thesauro I mareatn. Et debet I marcam. Magn. Rot. I Ric. I. 55) Herveus Judas debet XXIV 8. et IV d. pro 5a? 80 clamore. ibid. Cantebrig8i88e ed. Hunter p. 192. 56) Benedictuß filius Josce Lord debet H marcas, quod non teniut finem, quem 56eit cum Bruno filio Benedict! Militis, de quibua Abraham filius Rabbi habuit plegium. Magn. Rot. I Ric. I. 610cester ed. Hunter p. 165. 57) Dies datus est Chermino Judeo et Samsoni fratri Brin (die Lesart ist unsicher) 'de placito duelli in Octavaß Siti Hilarii et tune veniant parati ad duellum illud faciendum apud Totelle. Rotuli Curiae Regis ed. Palgrave p. 79 ausgestellt am 28. November 1194. In Deutschland mußte der Jude sich auf den Zweikampf einlassen, wenn der Gegner es verlangte. Er konnte auch eirmn Zweikampf fordern wenn er selbst ein Verbrechen verfolgte, konnte sich aber nach mehreren Privilegien bei einem solchen Zweikampf durch einen gedungenen Kämpfer vertreten lassen. Stobbe I. c. p. 153. fl8) Comitissa Judaea de Cantebrigia et filii ejus et Judaei

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