Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 10 (1883)
- Issue
- 1 (1883)
- Date
- 1883-01-01
- Page
- Seite 74 (sequence 77)
- Language
- German
- Belongs to
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74 Heinrich Groß. Habdala zur praktischen Kabbala (קבלה מעשיות). Sich anlehnend an die beim Ausgang das Sabbats zu verrichtenden Gebete enthält sie auf Buchstabenmystik beruhende Anrufungen von Engelnamen, Beschwörungsformeln gegen böse Geister und tückische Feinde und sympathetische Mittel gegen Krankheiten. Die Anrufung des ״Fürsten der Vergessenheit" kommt bereits in denselben Worten im Siddur des Amram Gaon bei der Beuediktion des Sabbatausganges vor. Die erwähnte Habdala wird unter anderem auch von Eleasar aus Worms citirt. (פי׳ התפלות Cod. Günzburg p. 44b). i) I. Isaak b. Eleasar halevi (ms. 430, 46b dasselbe Or Sarua II. p. 75) ist der berühmte Lehrer Raschis aus Worms, der zu den ״Gelehrten Lothringens" gezählt wird, (Pardes 35a) und daher wohl mit dem im Assufot (p. 150a) erwähnten Isaak halevi aus לותיר identisch ist. Letzterer Name ist vielleicht in וימה׳ corrumpirt worden (v. Aschen zu Chullin IV.,יצחק סגן לו״ה מויטרי), da er sonst nie nach Vitry benannt wird. Isaak hatte drei gelehrte Söhne, Jacob genannt Jabez, Samuel und Elieser (Pardes p. 45b). Letzterer könnte demnach der oben erwähnte Elieser b. Isaak sein, in dem wir Elieser aus Böhmen vermutheten, allein es ist zu beachten, daß er ebenso wie seine beiden Brüder sonst immer mit dem Beinamen halevi bezeichnet wird (v. Raschi ju Nasir 20b, Schibbule haleket II. Nr. 60 v. Zunz I. <5. p. 258). II. Isaak b. J ehuda (ms. 576, dasselbe Pardes p. 42»; w«. 62b, dasselbe Pardes p. 36b) war wie der Vorhergenannte, mit dem er oft zusammengenaintt wird, Raschis Lehrer. In Handschriften wird er mitunter irrthümlich als halevi bezeichnet. (Schibbule haleket II. Nr. 48 und 25. Orchot Chajim II. Cod. Günzburg p. 116b). Isaak wird öfter der Franzose genannt (צרפתי v. Isaak b. Abba Mari עשרת ה,הסרות p. 44b und Schibbule haleket ed. Salon. Nr. 93), allein so viel wir wissen hat er in Mainz und Worms gelebt, (v. Pardes p- 61»; Maimoniot 130 תפלח). Vielleicht stammt er aus Frankreich.