Mannheim
Compact Memory

Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1883-01-01 · 1 (1883) · p. Seite 65

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
10 (1883)
Issue
1 (1883)
Date
1883-01-01
Page
Seite 65 (sequence 68)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2572068-2572083-2572084--1858-2574004
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Das handschriftliche Werk Assufot. 65 Schluffe (p. 140—179) Grammatisches, ein Abschnitt über Punktation (שערי נקוד), ein längeres Gedicht des R. Tarn über die Accente (edirt von Halberstam in Jeschurun V. p. 123) und Conjugatiollstabelleik. Das Vorlegeblatt hat von später Hand die Aufschrift ספר האסופות לר אליה ב״ר יצחק קרקשוני. Das ist, wie bereits anderweitig bemerkt worden ist (S. Sachs, Hamagid XII, 405), doppelt irrig und beruht auf einer Verwechselung mit dem Ritualwerke פעל אסופות, das allch unter dem Titel ספר האסופות citirt wird (Orchot Chajim II. Cod. Günzburg p. 124a) und nicht, wie Gedalja Jbn Jachia in Schalschelot angibt, dem mehreren neuere Gelehrte folgten, Elia b. Isaak, sondern dessen Enkel Jehuda b. Jacob b. Elia b. Isaak aus Carcassone in der Provence zum Verfasser hat (Schaare Zion, Magazin IV. hebr. Theil p. 73, Monatsschr. 1869 p. 536). Letzteres Werk, handschriftlich in der Güuzburgscheir Bibliothek und dasselbe, das im Schilte haggibborim (zu Alfaßi, Aboda Sara 6. 2 und 4) citirt wird, führt zumeist provenzalische Autoritäten an. Der ungenannte Verfasser des itns vorliegenden Werkes Cod. Halberstam dagegen kennt kaum die provenzalischen Gelehrten, citirt meistens deutsche Gelehrte, zu denen auch feine Lehrer gehörten, weist oft auf deutsche Bräuche hur und bedient sich häufig iu seinen Erklärungen deutscher Wörter, war also ein Deutscher, der gegen Ende des dreizehnten Jahrhunderts gelebt hat, denn er weist auf die müirdliche Belehrung hin, die er voll Schülern des Meir aus Rothenburg empfangen hat (v. weiter). Sein Großvater war ein Schüler des R. Elieser aus Metz (v. p. 41 d ומרבו רבי אליעזר ממיץ קבל זקני), blühte also im Anfange des dreizehnten Jahrpunderts. Sein Vater hat wohl die Collectaneen (תופס) angelegt, auf welche im Werke oft hingewiesen wird (p. 24d 61a 730) und war demnach der Neffe des Menachem aus Worms (r. 22b. ,כחוב בתופס שלי שטעתי מאבא טורי שהעיד על דודי רבי־ מנחם מכרטיישא). In dieser letztern Stadt oder in der Nähe haben wir wohl die Heimath unseres Verfassers zu suchen, der sich mit Vorliebe auf die Gebräuche von Worms beruft und unter anderem eine daselbst

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.