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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1844-05-12 · Heft 19 (12.5.1844) · page 9

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
5 (1844)
Issue
Heft 19 (12.5.1844)
Date
1844-05-12
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Beklage za Ne. LS -es „Israeliten -es aeaazehasea Bahehaa-eetS". Sr. Hochwürden dem Herrn vr. Heß in Stadt-Lengsfeld, Landrabbinen, Nedacteur des Israeliten des 19. Jahrhunderts. Das Unterzeichnete Comitv ist so frei. Euer Hochwürden beiliegend einen gedruckten Aufruf zur Beilage für Ihre vielgelesene Zeitschrift zuzumitteln. Die Idee, abgesehen von ihrem humanen Zweck, verdient um so mehr Ihre einflußreiche Verwendung und Ermunterung, als nicht nur der Magistrat in Karlsbad selbst, gestützt auf ein mittelalterliches Privilegium, keine Juden in seinen Mauern zu dulden, geschweige denn ihnen ein Besißthum zukommen zu lassen, mit aller Kraft sich der Erlaubniß zur Errichtung dieses Spitals, das zugleich ein Betlocal für den israelitischen Gottesdienst einschließen soll, da eine Versammlung sogar zu diesem Zwecke bis jetzt den Kurgästen verboten ist, entgegen stemmte, sondern auch das löbl. k. k. Kreisamt, und der k. k. Fiscus derselben Meinung waren, und wir diese Bewilligung nur der Huld und Gnade unseres Kaisers selbst zu verdanken haben. Wir bitten also, Euer Hochwürden wollen diesen unfern Aufruf durch ein paar Ihrer gültigen Worte begleiten, *) damit er Wurzel schlage in den Herzen seiner Leser, und wir die Früchte baldigst erkennen mögen. Prag, am 15. April 1814. Für das Comitö zur Gründung eines israel. Hospitals in Karlsbad W. L o w en fe l d. *) Tie Sache spricht so durch sich selbst, daß sie nicht erst unrerer empfehlenden Worte bedarf. Wir beschränken uns daher ans die Erklärung, daß wir zur (srankirten) Annahme der Unterstützungen und zur Absendung derselben an das Comitv gern bereit sind. Red. zur Subscription von Beitragen;ur Gründung eines Mospitaks für arme Kur brauchende Israeliten in Karlsbad. Wenn der Arme im Allgemeinen der Unterstützung edler Menschenfreunde und der Versorgung in den dazu geeigneten Instituten zugewiesen ist, erscheint der mittellose Kranke, der seine Genesung nicht in der Heimath, nicht im Kreise seiner Wolthäter oder in den für seine Unterkunft bestehenden Anstalten finden kann, sondern an den Heilquellen entfernter Gegenden suchen muß, um so mehr als Gegenstand des Mitleides und der Obsorge. In dem weltberühmten heilquillenden Karlsbad, wo wolthätige Stiftungen und Sammlungen zum Mole der hülfsbedürftigen Menschheit, humane Anstalten ins Leben riefen, entbehrt der arme Jsraelite, der dort als Fremdling seine Genesung sucht, jene fromme Hospitalität, die ihm Obdach und Verpflegung kostenfrei sichert. Die Hülflosigkeit eines solchen Menschen wirkt nicht nur auf seinen körperlichen und geistigen Zustand, sondern üb: auch auf die empfängliche Gemüthsftimmung leidender Kurgäste einen nachtheiligen Einfluß. Diesem Uebelstande soll mut durch die Gründung eines Hospitals für arme Kur brauchende Israeliten abgeholfeu werden. Und so wie eine Anstalt für Unterkunft, Nahrung und ärztliche Pflege ein Bedürfniß zur Heilung des Körpers ist, so soll auch zum Heile der Seele eine Abtheilung der zu erwerbenden Lokalität dem religiösen Cultus eröffnet werden, wo sich alle Kur brauchenden Israeliten zur gemeinschaftlichen Andacht versammeln können. Nach den vorläusigen, von dem wollöblichen Präsidiu:,: der k. k. Stadthauptmannschast und Polizei - T ircctie i

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