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Deborah · 1866-03-15 · Heft 6 (15.3.1866) · page 10

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Deborah
Volume
2 (1866)
Issue
Heft 6 (15.3.1866)
Date
1866-03-15
Page
– (sequence 10)
Language
German
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— 68 — In Gemeindr-Angekgenheiten, Es ist bedauerlich, daß wir unfern Bericht aus Wien mit der Nachricht des Absterbens eines durch Kopf und Herz hervorragenden Jünglings beginnen muffen, den Sohn einer Frau, welche Die israelitische Gemeinde veranstaltete dieser Tage aus Anlaß der Aufstellung eines Grabdenkmals für den verewigten Prediger I. N. Mannheimer eine solenne Feier auf dem Währinger jüdischen Friedhofe, welcher der gesammte Vorstand und eine große Anzahl von Gemeindemitgliedern beiwohnten. Das prachtvolle Denkmal, welches die hiesige jüdische Gemeinde ihrem unvergeßlichen Lehrer und Prediger setzen ließ, besteht aus geschliffenem Granit und bildet einen prachtvollen Sarkophag, zu dem dankbare Gemeinde." Die Feier wurde mit der Absingung eines Psalms durch Professor Sulzer und das Chorpersonal eröffnet, worauf Prediger Dr. Iellinek eine der Feier angemessene Rede hielt. Voriges Jahr, sagt Redner, habe er versucht, das fünfzigjährige Wirken des Verewigten zu schildern, heute aber rede der Verstorbene zu uns durch seine selbst auf seinem Grabsteine gewählte Inschrift: „Ich habe verkündet dein göttliches Recht in einer großen Gemeinde und habe gepredigt von deiner Gnade Gebete für den Verstorbenen und der Absingung eines Trauerchores. Doch gehen wir zu etwas Erfreulicherem über, vom Tode Wie bekannt, findet in hiesiger Gemeinde am 24. dieses die Sulzer-Feier statt. Nachdem zu dieser Festlichkeit in den Gemeinden Altona, Amsterdam, Leipzig, Berlin und Frankfurt Adressen vorbereitet werden, und von Hohenems, wie aus vielen Gemein- Lagesneuigkriten. Biene in der Fabel machen, zu der man sagt: „Manche Blume hat doch Gift!" sie darauf einfach antwortet: „Ja, das Gift laß ich zurücke!" Wenn wir daher der Krawalle im westlichen Böhmen die allgemeinen Tagesblätter diese schon zum Ekel abgehaspelt und nach ihrer Weise daraus Politisches Kapital geschlagen haben, indem wir der Ansicht sind, daß das Ganze nur ein Kampf der Rohheit gegen die Intelligenz, ein Kampf der Besitzlosigkeit gegen Gelegenheit zu explodiren. Wenn derartige Unzukömmlichkeiten in deutschen Gegenden seltener Vorkommen, so ist dies, weil die Deutschen in der Bildung mehr fortgeschritten, freiere Bewegung

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