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Dibre Emeth · 1888-01-01 · 12 (1888) · page 8

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Journal
Dibre Emeth
Volume
44 (1888)
Issue
12 (1888)
Date
1888-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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die Provinzen Sachsen, Schleswig-Holstein, Hannover, Westfalen, Hessen- Nassau und Rheinland mit zusammen 4545 Köpfen. Alle übrigen Provinzen des Staates haben (wohl zumeist infolge der Ausweisungen ausländischer Juden) eine Abnahme zu verzeichnen, darunter Schlesien eine solche von 1201 Personen oder 2,09 Prozent. Auch in der Provinz Posen, wo der Prozentsatz der jüdischen Bevölkerung bedeutend höher, ist als in Schlesien (1885 2,96 Prozent, 1880 3,32 Prozent), ist eine beträchtliche Abnahme eingetreten. Während 1880 in dem genannten Landesteile 56,609 Personen jüdischen Bekenntnisses ermittelt wurden, betrug die Zahl derselben 1885 nur 50,866, was einer Verminderung um 10,15 Proz. entspricht. Städte, welche mehr als 10,000 Einwohner jüdischen Glaubens hatten, waren im preußischen Staate nur 3 vorhanden: Berlin mit 64,355, Breslau mit 17,655 und Frankfurt a. M. mit 15,554; dann folgen Posen mit 6719, Köln mit 5309, Königsberg i. Pr. mit 4155, Hannover mit 3627, Danzig mit 2837, Stettin mit 2501, Beuthen OS. mit 2290 jüdischen Einwohnern. Nach dem statistischen Jahrbuch verteilte sich die gesamte jüdische Bevölkerung des preußischen Staates 1887 auf 1262 Synagogen; davon fielen 111 auf Schlesien und 126 auf Posen. Die meisten Synagogengemeinden zählten die Regierungsbezirke Kassel mit 168 und Wiesbaden mit 97, die wenigsten Stralsund und Hohenzollern mit je 3, Merseburg mit 4 und Erfurt mit 7. Nachwort. „Es war mir nicht möglich, in meiner Gemeinde Mitleser der „Dibre Emeth" zu gewinnen, teils da dieselbe wenig bemittelt ist, teils da (unter den Landwirten) ein stark antisemitischer Zug herrscht und es einigermaßen schwer hält, sie von dem Nutzen und der Berechtigung einer Judenmission überhaupt zu überzeugen. Könnte man den Leuten nur den weiten Blick eines Paulus geben, ja, denen, die da beten: „Dein Reich komme", eine Ahnung von Röm. 11!" So schrieb dem Herausgeber vor mehreren Monaten ein Freund.. Israels in Ostfriesland. Derselbe begnügt sich jedoch nicht damit, eine Änderung der in seiner Gemeinde herrschenden Denkweise herbeizuwünschen: er sucht sie auch durch sein Wirken herbeizuführen und hofft darum gewiß mit gutem Grunde, daß er „die Leute noch auf andere Gedanken bringen werde." Zu solcher, aus der Liebe zu Israel erwachsenden Arbeit an und in der Christenheit, aber auch zur Bezeugung der christlichen Wahrheit vor Israeliten ermuntert diese Zeitschrift seit vielen Jahren. Und die israelitischen Leser bittet sie: Bleibet nicht stehen bei dem Christentum dev Namenschristen, das euch abstößt, sondern erforschet die echte Religioir des Weltheilands, wie sie euch in ihren alten Urkunden entgegentritt! Dem . aufrichtig Suchenden muß es ja zur Gewißheit werden, daß dem reforrn-- bedürftigen Judentum hier das einzige wirkliche Heilmittel dargeboten wird. Allen Lesern des Blattes, die in diesem Jahre dazu halfen, daß es seinen Beruf ausüben konnte, sei herzlich Dank gesagt! Mögen sie uns im neuen Jahre treu bleiben und womöglich auch neue Gehilfen für unser Werk gewinnen! Dies Blatt erscheint zweimonatlich in zwei halben Bogen. — Preis des Jahrgangs: 60 Pfennig. — Bestellungen nimmt an der Herausgeber: Pastor Becker in Breslau, Brüderstraße 3k, II. — In Kommission: Carl Dülfer's Verlag in Breslau. Druck von Carl Dülfer, Breslau, Palmstraße S.

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