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Dibre Emeth · 1884-01-01 · 11-12 (1884) · page 33

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
40 (1884)
Issue
11-12 (1884)
Date
1884-01-01
Page
– (sequence 33)
Language
German
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191 Ehren versprechen. Diese Entwickelung des jüdischen Stammes nimmt von Jahr zu Jahr in steigendem Maße überhand, und stets entschiedener ergibt sich derselbe dort, wo ihm vollkommene Freiheit der Selbstausbildung gelassen ist, der einseitigsten Richtung seines gesellschaftlichen Lebens. Daraus aber tritt klar zu Tage, daß der gesellschaftliche Sinn der heutigen Juden ein durchaus krankhafter ist, und daß sich mit demselben der Bestand der Gesellschaft eines Volkes und Staates und deren Erhaltung in keiner Weise verträgt. Herrschaft der jüdischen Anschauungen, Bestrebungen und Richtung im gesellschaftlichen Leben und vollkommener Zusammenbruch oder vollständige Zerstörung desselben würden gleichbedeutende Dinge sein. Zweierlei geht hieraus hervor. Einmal, daß die Juden auch in der Gegenwart in sich selbst den Sinn nicht finden, und daß sie in sich selbst das Vermögen nicht besitzen, ein Leben zu führen, das für die Gesellschaft und die Allgemeinheit von Nutzen und Heil ist, sondern daß sie vielmehr, wenn sie sich selbst überlassen sind, Bahnen in ihrem gesellschaftlichen Leben einschlagen, die sofort. wenn sie auch von den Andern erwählt würden, die maßloseste Verwirrung und furchtbarste Erschütterung unsers gcsammten Daseins zur Folge haben müßten. Sodann aber ist es mit nicht geringerer Klarheit zu Tage getreten, daß die moderne Art und Weise, das Verhältniß der Juden zu ihrer Umgebung zu regeln, fast noch schlimmere Folgen als die früheren hat, und daß mithin, wenn man es nicht der Gewalt überlassen will, hier eine Wandlung zu schaffen, eine andere Grundlage für das Zusammenleben der Juden und der Anderen gefunden werden muß. Die Juden sind stolz darauf, daß sie durch ihr Judenthum das sind, was sie sind. Hier liegt also die Wurzel alles dessen, was nun als Frucht vorlicgt. Ist die Frucht eine so bedenkliche, dann muß es wohl also an der Wurzel liegen, und die Hilfe oder Wandlung zum Besseren wird nicht kommen, wenn nicht eine neue Wurzel gesetzt wird. Die modernett Versuche, mit den Grundsätzen und Mitteln der heutigen Kultur die Juden in ihre Umgebung einzugliedern, liegen jetzt in ihren Ergebnissen vor und haben, wie es die Thatsachen gelehrt haben, die früheren Uebel noch mehr gesteigert. Die Lehre der Geschichte ist deshalb die, daß weder mittelalterliche Einengnug noch modern staats-

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