Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 39 (1883)
- Issue
- 7-8 (1883)
- Date
- 1883-01-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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127 Mädchenschule, ein Waisenhaus, eineärztliche Dispensiranstalt, eine Schule in Kuskundschuk und eine ansehnliche Kolportage verbunden. 4 Taufen geschahen in Verbindung mit dieser Missionsstation. Im Mädchenheim arbeitet jetzt eine Proselytin als Hilfslehrerin. Dieselbe stammt von spanisch-jüdischen Eltern. Christin ist sie unter großen Verfolgungen, selbst unter Gefahr ihres Lebens geworden. Der Herr verlieh ihr starken Muth und erweckte ihr treue Freunde. An einem Sabbathtage mußte sie aus ihrem Hause fliehen und suchte bei den Missionaren ein Unterkommen. Sie wurde später nach Basel geschickt, wo ihr Bruder war. Von dort thaten sie Freunde in eine Erziehungsanstalt der Brüdergemeine, wo sie mehrere Jahre blieb. Hernach erhielt sie eine Anstellung in der Konstantin opeler Mission. Ihre Verwandten begannen sie aber von Neuem zu verfolgen, und so ist sie jetzt in das Mädchenheim hinübergenommen worden, wo sie an den Kindern mit vieler Liebe arbeitet. Sehr bedeutend ist das Werk, das die Pr. König und Moody in Budapest thun, .denen eine ganze Anzahl von Gehilfen zur Seite stehen. Die Mission besitzt dort eine eigene Kirche, ein Krankenhaus Bethesda, das von Diakonissen geleitet wird und selbst Diakonissen ausbildet, bedeutende Schulen, ein Kinderheim und erhält eine ausgebreitete Kolportage. 2 Taufen fanden Hierselbst statt, unter ihnen die einer alten Jüdin, von der bereits ein Sohn und drei Töchter Christen geworden sind. Ihre Kinder hatten die Missionsschule besucht; 16 Jahre nach der Aufnahme derselben in die christliche Kirche ist die Mutter ihnen gefolgt. In Pest und Umgegend unterhält die Mission 6 Sonntagsschulen mit über 600 Schülern, und 4 andere in Ungarn stehen unter ihrer Oberleitung. Sehr merklich ist der Einfluß der judenfeindlichen Bewegung in Ungarn. Eine ganze Anzahl von Juden fühlen, daß ihre Lage eine äußerst unsichere geworden ist, und so sind Fälle des Uebertritts jetzt viel häufiger geworden. Dieselbe Erfahrung aber macht man auch in Deutschland, Böhmen und Galizien. 3. Die Mission der. Presbyterianer von England ist zunächst auf London beschränkt, wo der tüchtige Missionar T. I. Meyer in ihrem Dienste arbeitet. In Aussicht genommen ist aber, auch in Rom mit den unirten Presbyterianern zusammen-