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Dibre Emeth · 1880-01-01 · 9-10 (1880) · page 23

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
36 (1880)
Issue
9-10 (1880)
Date
1880-01-01
Page
– (sequence 23)
Language
German
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157 Man will nun in solchen Orten Englands, die eine zahlreiche jüdische Bevölkerung haben, an irgend einer oder mehreren Kirche» ordinirte und vom Bischöfe mit einer speciellen Licenz für diesen Zweck versehene Geistliche anstellen, welche dem oder den Pfarrgcistlichen als Diakone für die Predigt des Evangeliums an den Juden zur Seite stehn sollen. Das Zeugniß an die Juden soll also eine im gleichen Grade amtliche Thütigkeit sein und in demselben Maße zu der geistlichen Arbeit der Parochie gehören, wie die Predigt, welche vor der christlichen Gemeinde geschieht. Zu dem Gehalt der Diakone will das Missionscomits beisteuern. Nun handelte es sich zunächst darum, geeignete Missionsdiakone zu erlangen, und man fand auch drei Persönlichkeiten, die zum Theil ihre theologischen Studien beendigt hatten, theils sie, unterstützt von dem Counts, in solcher Weise weiter betrieben, daß sie für die Verwendung im Missionswerke geeignet zu werden versprachen. Die Sanimlungen haben also begonnen und wenn auch noch nicht eine erhebliche Höhe bisher erreicht, doch das Comits in den Stand gesetzt, dem Werke praktisch näher zu treten. Außer einem Ueberschuß des letzten Jahres von 260 Pfd. St. — 5200 Mk. sind etwa 230 Pfd. St. — 4600 Mk. im Jahre 1879 bei dem Counts eingegangen. Gegenwärtig arbeitet nun seit länger als einem Jahre Rev. James Henry Lord als Diakon (Curate) an St. Olave, Bethnal Green (London), in einem von Juden zahlreich bewohnten Distrikte. Rev. Lord ist der Sohn eines erfahrenen Judenmissionars und hat bereits als Curate an einer Gemeinde gestanden; unter den Juden hat er eine freundliche Aufnahme gefunden. Als ein zweiter Diakon wirkt Rev. A. H. Finn, ein Sohn des verstorbenen Konsul zu Jerusalem und Enkel des um die Judenmission hoch verdienten I)r. M'Caul, in Leeds an der Thomas- Gemeinde. Ein dritter, H. Wünsche, der noch in Oxford studirt, sieht bereits seiner Ordination entgegen. Das ist immerhin ein erfreulicher Anfang und ist wohl anzuerkennen, zumal wenn man bedenkt, wie der zweite Bericht offen eingesteht, daß im Allgemeinen gegen jedes Werk unter den Juden in den christlichen Gemeinden noch viele Antipathie herrscht, an-

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