Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 36 (1880)
- Issue
- 5-6 (1880)
- Date
- 1880-01-01
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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die Schule der Fräulein Arnott, in der auch jüdische und muhammcdanische Kinder, welche bei dieser Gelegenheit Lieder in arabischer Sprache sangen, Unterricht erhalten. Die Knaben in der gleichfalls ausgesuchten amerikanischen Schule lasen ebenso Arabisch und Englisch, ein Blinder unter ihnen die englischen Worte mit erhöhten Buchstaben ganz fließend. Natürlich richtete auch der Bischof an diese Kinder einige freundliche Worte. Der Paschah, bei dem derselbe nun vorsprach, empfing ihn in höflichster Weise. Nachmittags 2 Uhr verließen dann der Bischof und seine Familie Jaffa in drei Wagen, die von 9 Rossen gezogen wurden, Vorreiter an ihrer Spitze. Sie fuhren durch hübsche Orangenhaine und die Ebene Saron, die voll von scharlachrothen Anemonen und Cyclanen war. Die Luft war sehr kühl und Ramleh um 5 Uhr erreicht. Bei der Einfahrt in das Dorf hatte sich die Schule an beiden Seiten der Straße aufgestellt, und unter dem Gesänge von Versen, welche für diese Gelegenheit gedichtet waren, fuhren sie durch dieselbe hin. Herr Hall überreichte dabei dem Bischof eine Adresse folgenden Inhalts: „Einige Diener Ew. Lordschaft, Glieder der Protestantischen Kirche zu Lydda, haben das große Vergnügen, hier Ew. Lordschaft auf Ihrem Wege nach Jerusalem entgegenzukommen und Ihnen zu Ihrer Ernennung zum Bischöfe und Ihrer glücklichen Ankunft Glück zu wünschen. Wir sind der festen Zuversicht zu unserem lebendigen Gotte, daß die Erkenntniß des Herrn und seines Wortes in Ew. Lordschaft Tagen weiter in unserem Lande ausgebreitet und die finsteren Wolken bald nicht mehr werden gesehen werden, aber auch, daß wir alle uns besser auf die Zukunft des Herrn vorbereiten werden. Und wir vergessen es nicht. Jedermann das gute Werk zu erzählen, welches unsere werthe Gesellschaft, die Kirchliche Missions- Gesellschaft, unter.uns treibt; mag es jetzt auch nur wie ein Funke sein, so haben wir doch die gute Hoffnung, derselbe werde die ganze Wüste in Flammen setzen, und darum sind wir voll Dankes gegen unsere Wohlthäter. Auch die Schüler, Knaben und Mädchen, von Lydda sind gekommen, Ew. Lordschaft zu begrüßen; ihre Zahl ist 110, die kleineren aber konnten nicht erscheinen, da der Weg ein wenig weit ist; und diese Jugend hat nun die Freude, vor Ew. Lordschaft ein schönes Lied zu singen. Einer von uns, Hanna