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Dibre Emeth · 1880-01-01 · 3-4 (1880) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
36 (1880)
Issue
3-4 (1880)
Date
1880-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Freien Schotten und den Irischen Presbyterianern. Missionsstationen werden in allen Gegenden des Landes gefunden, gegenwärtig sind es: Königsberg, Danzig, Posen, Breslau, Berlin, Hamburg, Altona, Cöln, Deutz, Leipzig, Frankfurt a. M., Carlsruhe, Straßburg, Kornthal, Stuttgart, Cannstatt, Nürnberg und Erlangen. Missionsgottesdienste finden in Danzig, Breslau, Berlin (mit eigener Kirche), Bonn, Altona und Straßburg Statt. Die Missionsschulen gehn allmählich ein; dagegen bestehn in Erlangen und Cannstatt besondere Häuser, in denen Katechumenen und Proselyten für ihren künftigen bürgerlichen und nicht ausschließlich geistigen Beruf herangebildet werden. Unter den 1400000 Juden Oesterreich-Ungarns sind die Londoner, Briten, Irischen Presbyterianer und die Freie schottische Kirche thätig. Von den in's Gesammt 22 Arbeitern sind ein großer Theil Lehrer und Lehrerinnen, die Stationen: Prag, Wien, Lemberg und Pest; letzterer Ort besitzt auch eine Missionskirche und einen Missionsarzt. Im ganzen Osten Europas und so auch in diesem Gebiete sind die Missionsschulen, die ihren Zöglingen einen vielfach besseren Unterricht, als sie ihn sonst empfangen würden, ertheilen, von besonderer Wichtigkeit. Dies gilt zumal von.Pest, von welcher Stadt aus die Freie schottische Kirche durch ihre Mission einen belebenden Einfluß auf die gesammte evangelische Kirche des Landes geübt hat. Aber allerdings ist in der Habsburgischen Monarchie die Mission keineswegs bereits genügend ausgebreitet, denn erst auf 64 000 Seelen kommt hier ein Arbeiter. Einigermaßen wird diesem Ucbelstande dadurch abgeholfen, daß Londoner Missionare aus Deutschland diese Gebiete vielfach bereisen. Viel übler noch steht die Sache in Rußland, denn unter den 2 800 000 Juden dieses Reiches wirken nur 16 evangelische Arbeiter der Baltischen, Londoner und Britischen Mission, neben denen das ansehnliche Institut des Pastor Faltin in Kischineff und das Petersburger Asyl ihre Wirksamkeit ausüben. Von Riga aus werden die Juden der Ostsecprovinzen und Lithauens, von Warschau diejenigen Polens und von Kischineff und Odessa aus die Südrußlands missionirt; in weiten Gegenden dagegen kommen dieselben mit der Mission noch in gar keine Berührung. Erst auf 175 000 jüdische Seelen kommt im Reiche ein evangelischer Missionsarbeiter. In den anderen von der Mission besetzten Ländern: Rumänien,

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