Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 35 (1879)
- Issue
- 9-10 (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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159 merksam machen. Die Wahl ist auf vr. Barclay, Rektor (Oberpfarrer) von Stapleford, Herts, gefallen und kann nur als eine treffliche begrüßt werden. vr. Barclay ist für das gegenwärtige Amt sehr wohl vorbereitet worden und bringt für die verschiedenen Zweige jener Missionsdiöcese, die er nun zu verwalten hat, die praktischste Kenntniß mit. Er trat 1858 in den Dienst der Londoner Judcnmissivnsgesellschaft und wurde von dieser damals nach Konstantinopel geschickt, wo er bereits den Hernachmals durch seine Abessinische Missionsthätigkeit bekannten Rev. H. A. Stern vorfand. Hier nun arbeitete er ebenso treu als erfolgreich bis zum Jahre 1861. Damals aber ersuchte ihn das Konnte der Gesellschaft, während der Abwesenheit des Rev. H. Crawford zeitweilig die Jerusalemer Mission zu übernehmen, welchem Rufe er auch Folge leistete; am 30. März kam er in der h. Stadt an. 1865 besuchte er England, um sich mit Fräulein Andrew, Tochter des Rev. Andrew, zu verheirathen, und kehrte dann mit seiner Gemahlin nach Jerusalem wieder zurück, wo er den 20. Februar 1866 eintraf. Im selben Jahre erhielt er den Grad eines Doctors der Philosophie honoris causa von der Universität Dublin, auf welcher er studirt hatte. Bis zum Jahre 1870 stand er alsdann der Jerusalemer Mission vor und verließ so erst nach 13jähriger treuer und gesegneter Arbeit den Missionsdienst im Osten. Mit dem Hebräischen und mehreren neueren Sprachen vertraut, seine jetzige Diöcese und ihre Bewohner aus eigener Erfahrung kennend, besitzt vr. Barclay wesentliche Eigenschaften, um sein Amt recht auszurichten. Alle evangelischen Freunde des Morgenlandes und Israels insbesondere mögen ihn darum auch mit rechter Zuversicht in sein Arbeitsfeld begleiten und ihm ebenso mit treuem Gebet, wie mit hilfreicher, offener Hand zur Seite stehn. In entscheidungsvoller Zeit betritt er den Orient und zumal das h. Land; es liegt viel auf seinen Schultern, und deshalb darf er auch viele Anforderungen an die evangelischen Christen stellen.