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Dibre Emeth · 1879-01-01 · 7-8 (1879) · page 26

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
35 (1879)
Issue
7-8 (1879)
Date
1879-01-01
Page
– (sequence 26)
Language
German
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m Stücke, ging durch die Juden und rief ihnen zu: „Folgt euren Rabbinern nicht und nehmet Jesum Christum an, der das Gesetz erfüllt und uns erlöst hat, sonst kommt ihr nicht zu Gott!" A. Mendel eilte hierauf in das Haus des Pred. Kern und redete denselben an: „Ich habe jetzt Jesum Christum öffentlich bekannt und angenommen; darum bitte ich Sie nun, mich auch auszunehmen und mich zu lehren, daß ich selig werde!" Und diese Bitte war natürlich keine vergebliche. Der Prediger trat sogleich mit seiner Obrigkeit in Verbindung, und diese befahl, Mendel in das vom Grafen Carl Ludwig erbaute und mit guten Einkünften ausgestattete Hospital aufzunehmen. Hier fand dieser jüdische Lehrer nun sein nächstes Unterkommen. Pr. Kern unterrichtete ihn im christlichen Glauben, von Anderen aber empfing er auch den Unterricht im Deutschlesen und -Schreiben, und am 12. November 1758 konnte er getauft werden. Als Eingangslied hatte Pr. Kern Philipper 2, 12: „Schaffet, daß ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern" gewählt. Dann sang die Gemeinde das Lied: „Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig". Als der Vers gesungen wurde: „Ich begehre nichts, o Herre, Als nur Deine freie Gnad', Die Du giebest, den Du liebest. Und der Dich liebt in der Thal; Laß Dich finden, laß Dich finden — Der hat Alles, wer Dich hat!" brach die ganze Versammlung in Thränen aus. Es folgte eine kurze Ansprache über Sacharja 12,10: „Aber über das Haus David und über die Bürger zu Jerusalem will ich ausgießen den Geist der Gnade und des Gebets; denn sie werden mich ansehen, welchen jene zerstochen haben, und werden ihn klagen, wie man klaget ein einiges Kind; und werden sich um ihn betrüben, wie man sich betrübet um ein erstes Kind". Dann aber trat unter dem Gesänge: „Schreib' meinen Nam' auf's Beste Jn's Buch des Lebens ein, Und bind' mein' Seel' fein feste Jn's schöne Bündelein

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