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Dibre Emeth · 1877-01-01 · 5-6 (1877) · page 31

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
33 (1877)
Issue
5-6 (1877)
Date
1877-01-01
Page
– (sequence 31)
Language
German
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95 reiset wärest, töntest du daraus nicht urtheilen, daß du beh fernerer Reise unter diesem Volk, und mehrerer Uebung hättest weitern Eingang haben können? O ja HErr! würde meine Antwort seyn. Wenn nun der HErr 5) fragen wird: warum bist du dem Ruf, der an dich geschehen ist, nicht gefolget? so werde ich vsusr. Facult. Theol. (Eine Ehrwürdige theologische Facultät) darauf antworten lassen. Hierauf sagten Sie: das wollen wir nicht verantworten, gehe er in GOttes Namen. Und hiermit segneten Sie mich, und liessen mich gehen. Nun richtete ich meine Sachen ein, nahin von dem Zuchthause und dem Collegio Fridericiano Abschied, welches auf meiner, und meiner Zuhörer Seiten, beh welchen ich durch GOttes Gnade guten Eingang gehabt hatte, nicht ohne Herzbrechung abgieng. §. 9. Gegen das Ende des Jahres 1739 kam ich also von Königsberg nach Halle. Hier wurde ich sowol von meinem lieben Manitio als dem Herrn D. Callenberg auf das zärtlichste bewillkommet. Ich hielte mich aber kaum einen Monat lang in Halle auf, sondern reifete gleich in das Anhältische. Im Jahr 1740 reifete ich als der andere, und Herr Manitius als der erste Mitarbeiter in denen Heßischen und Hannöverischen Landen herum. Darnach giengen wir über Frankfurt am Mahn, den Rheinstrohm hinauf bis in die Schweiz und kamen Ao. 1741 gegen das Ende wieder zurück; fanden unfern lieben I). Callenberg tödtlich krank. Er erholete sich, konte aber noch nicht wieder Collegia lesen: doch hatte er versprochen ein Arabicum zu endigen; und weil einige aus dem Rußischen Reich seine Zuhörer waren, die seine völlige Genesung nicht erwarten konten, und doch gerne den Grund der arabischen Sprache mitnehmen wollen: so ersuchte mich der Herr D. Callenberg das Collegium Arabicum in seinem Namen sortzusetzen, er gieng mit mir in sein Auditorium und übergab seine Zuhörer meinem Vortrage. Ich las also nicht nur das Arabische und Hebräische, sondern auch das Syrische. §. 10. Der Herr D. Callenberg ward völlig besser Ao. 1742, ich besuchte die hiesigen Herrn Professor es und einige Prediger, gab ihnen dabey zu verstehen, daß ich künftig würde zu Halle

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