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Dibre Emeth · 1876-01-01 · 5-6 (1876) · page 31

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
32 (1876)
Issue
5-6 (1876)
Date
1876-01-01
Page
– (sequence 31)
Language
German
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95 Pensionat von 22 Zöglingen und 30 andern Schülern, an welcher 8 Lehrer und Lehrerinnen arbeiten. Der Unterricht umfaßt alte und neue Sprachen, Geschichte und Geographie, Mathematik und die Elemente der Naturwissenschaften. Diese Gemeinde zählt 220 Seelen. Die dritte Gemeinde ist Sarona, eine Stunde nördlich von Jaffa, mit 15 Familien, die sich ausschließlich dem Acker- und Weinbau zugewandt haben; die Gemeinde zählt 80 Seelen und besitzt eine Schule für ihre Kinder. Die vierte und größte Gemeinde ist Haifa, eine Viertelstunde von der Stadt dieses Namens am Fuß des Berges Karmel gelegen. Sie zählt 62 Familien, die größtentheils mit Wein- und Landbau wie mit verschiedenen Gewerben beschäftigt sind. Es giebt daselbst eine Windmühle, eine Oel- und Seifenfabrik und Baugewerbe, deren Thätigkeit sich bis nach Beirut und Nazareth erstreckt. Die Kolonie hat eine Schule für Europäer und Eingeborene, in welcher neuere Sprachen, Geschichte, Geographie und Mathematik gelehrt werden; 5 Lehrer unterrichten 50 Schüler. Die Seelenzahl beläuft sich auf 320. Einzelne Mitglieder leben in Ramleh, Liberias, Beirut, Alexandrien und Konstantinopel. Dem Geschäftsverkehr dient eine Leihbank in Jaffa, deren Bilanz sich auf 400,000 Mk. beläuft. Von den Kolonisten ist eine regelmäßige Personenbeförderung per Wagen zwischen Jaffa und Jerusalem eingerichtet, von den Kolonisten in Haifa eine Straße nach Nazareth erbaut worden, die sie mit ihren Fuhrwerken befahren. Vorsteher des gesummten Tempels ist Hoffinann, ein Ausschuß für die Geschäftsführung und ein Abgeordnetenrath der Gemeinden aber stehn demselben zur Seite. Wenn sich die bisherigen Kolonisten hinreichend eingerichtet haben werden, will man neuen Zuzug in's Land holen; und an Leuten fehlt es nicht, denn die Anhänger des Tempels bilden bereits eine Gemeinschaft von 5000 Seelen; gegen 3000 derselben leben in Amerika. Hoffentlich wird sich über dem Ernst der Arbeit unter den Kolonisten der Sektenhochmuth immer mehr verlieren, und dann können dieselben in der That ein guter Sauerteig im heiligen Lande werden.

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